Im Erbmaterial des Menschen sind viel mehr Informationen gespeichert, als bisher angenommen. Das hat das aus 35 Forschergruppen bestehende Konsortium ENCODE herausgefunden. Sie untersuchten systematisch bei etwa einem Prozent des Erbmaterials, was die Gene tun. Dabei kam heraus, dass das Genom nur sehr wenige ungenutzte Sequenzen enthält. Bisher hatten Forscher immer angenommen, dass ein Großteil des Erbmaterials aus funktionslosem Müll besteht. Tatsächlich enthält dieser vermeintliche Müll aber die Baupläne für Ribonukleinsäuren, kurz RNA. Diese RNAs regulieren die Gene, nach deren Bauplan wiederum Eiweiße zusammengesetzt werden. Das Genom sei also sehr viel komplizierter als bislang gedacht, erklärten die Forscher.

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