Die News in Kürze vom 14. Juni 2007
In China wurden Fossilien eines Riesensauriers entdeckt
© dpa
Chinesische Forscher haben in der Inneren Mongolei die Überreste eines gewaltigen, vogelähnlichen Dinosauriers entdeckt. Die Knochen lassen darauf schließen, dass der Gigantoraptor elrianensis genannte Saurier etwa acht Meter lang und fünf Meter hoch war. Das Gewicht des Fleischfressers schätzen die Paläontologen auf etwa 1400 Kilogramm. Er verfügte über einen Schnabel, schmale Beine und wahrscheinlich auch Federn. Die Entdeckung widerspricht der gängigen Theorie, nach der Dinosaurier während ihrer Entwicklung zu Vögeln immer kleiner wurden. Wegen der Größe der gefunden Knochen nahmen die chinesischen Wissenschaftler ursprünglich an, dass es sich bei dem Fund um einen Tyrannosaurus Rex handelt.

Dino- und andere Saurier: die frühen Reptilien

"Ein Riesendino mit gefiederten Armen" bei Wissenschaft.de
"Giant bird-like dinosaur found" bei Nature.com

Dinosaurier krümmten sich vermutlich beim Todeskampf

Mehr Informationen im menschlichen Erbgut als gedacht
© dpa
Im Erbmaterial des Menschen sind viel mehr Informationen gespeichert, als bisher angenommen. Das hat das aus 35 Forschergruppen bestehende Konsortium ENCODE herausgefunden. Sie untersuchten systematisch bei etwa einem Prozent des Erbmaterials, was die Gene tun. Dabei kam heraus, dass das Genom nur sehr wenige ungenutzte Sequenzen enthält. Bisher hatten Forscher immer angenommen, dass ein Großteil des Erbmaterials aus funktionslosem Müll besteht. Tatsächlich enthält dieser vermeintliche Müll aber die Baupläne für Ribonukleinsäuren, kurz RNA. Diese RNAs regulieren die Gene, nach deren Bauplan wiederum Eiweiße zusammengesetzt werden. Das Genom sei also sehr viel komplizierter als bislang gedacht, erklärten die Forscher.
"Identification and analysis of functional elements in 1% of the human genome by the ENCODE pilot project" bei Nature.com

Im Gehirn ähneln sich Mensch und Schimpanse sehr
Die größte biologische Entdeckung
Forscher legen Arbeitsversion des Pferde-Genoms vor

Eis auf Kilimandscharo schmilzt nicht durch Klimawandel
© reuter
Das Eis auf dem Kilimandscharo verschwindet wahrscheinlich durch Verdunstung und nicht durch den Klimawandel. Das konnten österreichische Forscher aus Innsbruck beobachten. Bei dem Sublimation genannten Prozess überspringt das Eis den flüssigen Zustand und geht direkt in einen gasförmigen Zustand über, es verpufft förmlich. Für diese extrem schnelle Wandlung ist etwa acht Mal soviel Energie nötig wie bei einem normalen Schmelzvorgang. Eine besonders reine Luft begünstigt den Vorgang zudem. Beide Bedingungen sind bei dem ostafrikanischen Berg gegeben.
"Herr Gore war etwas schlecht beraten" bei Süddeutsche.de

Kilimandscharo-Gletscher ist fast vollständig abgetaut
Der Gletscherschwund am Kilimandscharo kommt später

13.06.2007 15.06.2007
14.06.2007 / db
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