Temelin-Störfall: leicht radioaktives Wasser ausgetreten
Die Flüssigkeit ist durch ein wohl versehentlich geöffnetes Handventil geflossen
© dpa
Bei einem Störfall im südböhmischen Atomkraftwerk (AKW) Temelin sind 2000 Liter leicht radioaktives Wasser ausgetreten. Das bestätigte AKW-Sprecher Milan Nebesar am Donnerstag, 1. März 2007 vor Journalisten. Mitarbeiter seien zu keiner Zeit gefährdet gewesen, auch die Umwelt sei nicht bedroht, erklärte der Sprecher. Techniker hätten das Leck vor zwei Tagen festgestellt. Die Flüssigkeit sei durch ein von Hand bedientes Ventil ausgetreten, das ein Mitarbeiter wohl nicht geschlossen habe.
Vermutlich habe er ihn bei Wartungsarbeiten versehentlich offen gelassen. Die Flüssigkeit sei jedoch von einem Becken aufgefangen worden. Österreichische Atomkraftgegner hatten am Mittwoch kurzzeitig drei Grenzübergänge nach Tschechien blockiert.
Damit protestierten sie gegen die Haltung der Wiener Bundesregierung im Fall des störanfälligen AKW Temelin. Die Kernkraftgegner werfen der Koalitionsregierung vor, nicht energisch genug für die Schließung Temelins einzutreten. Das AKW steht 230 Kilometer nordöstlich von München und rund 100 Kilometer nördlich von Linz (Österreich).

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01.03.2007 / dpa / mp
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