Berliner Ärzte fürchten eine Norovirus-Rekordepidemie
Die Krankheit macht sich meist mit heftigem Erbrechen und Durchfall bemerkbar
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Noch vor der erwarteten Grippewelle sieht das Berliner Robert-Koch-Institut mit Sorge eine andere Epidemie durch Deutschland ziehen: "In diesem Winter werden wir aller Voraussicht nach einen neuen Rekordstand an Norovirus-Infektionen verzeichnen", sagte Institutspräsident Reinhard Kurth. Es ist mit bis zu einer Million Erkrankten zu rechnen. Kurth ruft die Menschen deshalb zur strikten Beachtung der gängigen Hygieneregeln auf, wie Händewaschen nach jedem Toilettengang.
Das Norovirus macht sich mit heftigem Erbrechen und Durchfall bemerkbar. Die Symptome klingen zwar meist binnen 48 Stunden ab, doch für sehr junge und sehr alte Menschen sieht Kurth eine Gefahr. Im vergangenen Jahr hat sein Institut 19 durch Noroviren verursachte Todesfälle erfasst. Das Virus ist sehr widerstandsfähig und hoch ansteckend. Es wird meist von Mensch zu Mensch übertragen. Hochkonjunktur hat es im Winter, ideale Voraussetzungen findet es in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen und auch Krankenhäusern und Altenheimen.

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29.01.2007 / ap / db
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