Dass Vögel in lauter Umgebung hohe Töne in ihr Stimm-Repertoire aufnehmen, ist laut Nipkow kein neues und auch kein rein städtisches Phänomen. "Man kennt das von Vögeln an reißenden Flüssen", sagt er. Beispiele seien Wasseramseln und Eisvögel. Erstaunlich sei aber, wie schnell die Anpassung in Städten gelungen sei. Das zeige, dass die Tiere sich in wenigen Generationen anpassen können - zumindest manche. Weniger anpassungsfähigen Arten droht dagegen das Aus. Zu den Verlierern zählen die Goldamsel, der Kuckuck, der Drosselrohrsänger und der Hausspatz, weil sie nicht in der Lage sind, höher zu singen.