Partnersuche
Albatrosse gelten als sehr treue Tiere - Bonobos hingegen sind wahre "Swinger"
Kreatives Werben
Autor untersucht, wie Mensch und Tier sich paaren
"Beim Sex zeigt die Natur großen Einfallsreichtum wie auch in vielen anderen Dingen", sagt der Buchautor Markus Bennemann.
Tiere müssten mutig sein, um für den Partner zu werben. Einige Reptilien führen Liegestützen aus, um potenzielle Partner auf sich aufmerksam zu machen. Nachtigallen-Männchen weben musikalisch um die Weibchen. Während der Mensch im Laufe der Evolution verlernt hat, Pheromone wahrzunehmen, reagieren außer Löwen auch Nagetiere wie Goldhamster auf die Sexual-Lockstoffe.
Albatrosse gelten als sehr treue Tiere, die jedes Jahr zehntausende Kilometer zurücklegen, um die Liebste wiederzufinden. Hingegen sind Bonobos promiskuitiv. Die Weibchen der Bonobo-Affen aus dem afrikanischen Kongobecken nutzen Sex zur Konfliktlösung.
Streitigkeiten werden nicht durch blutige Kämpfe beigelegt, sondern durch sexuelle Verhaltensweisen. Sex gilt bei den Bonobos als Versöhnungsgeste. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts in Seewiesen 1999 herausgefunden. "Die Bonobo-Weibchen haben die Fähigkeit zur diplomatischen, friedlichen Konfliktlösung", sagt der Biologe Gottfried Hohmann. "Konflikte müssen ausgetragen werden." Ein entscheidendes Mittel dafür sei bei den Bonobos Sex.
Sex bei Tieren im Fokus
Lügen, Sex, Evolution
Um ihre Fortpflanzung zu sichern, greifen Tiere und Pflanzen zu mancherlei Trick - und beteiligen notfalls auch die eigenen Gene daran.
Links
"Markus Bennemann - Das Liebesleben der Vögel" - Interview mit dem Buchautor bei Deutschlandradio Kultur
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