"Unsere Nachweise sind schlicht und einfach die Patienten", sagt der Münchner homöopathische Arzt Wolfgang Springer. "Das System hat sich 200 Jahre lang gehalten und weltweit ausgebreitet. Das wäre nicht passiert, wenn es keine Effekte gäbe." Während das schulmedizinische System Diagnosen häufig nach fünf Minuten stellt, nehmen sich Homöopathen zumindest im Erstgespräch zwei Stunden Zeit für ihren Patienten. Erfolge sagt man der Methode vor allem bei der Behandlung chronischer Leiden wie Heuschnupfen, Neurodermitis, Migräne und Schlafstörungen nach. "Bei Studien unseres Instituts besserten sich die Symptome solcher Krankheiten bei homöopathischer Behandlung innerhalb weniger Wochen um die Hälfte", sagt Stefan Willich vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Berliner Universitätsklinik Charité. "99 Prozent der Patienten waren Chroniker, die schon seit zehn Jahren oder mehr litten. Bis zu 80 Prozent der hausärztlichen Grundversorgung lassen sich homöopathisch leisten." Oft biete die Methode Ansatzmöglichkeiten, wo die Schulmedizin versage.