2005 verglich die Gruppe um Matthias Egger von der Universität Bern 110 Homöopathie- mit 110 Schulmedizin-Studien. In allen Fällen trat der jeweilige Wirkstoff gegen ein Scheinmedikament an. Zudem vergaben die Forscher allen Studien eine Note, in die Teilnehmerzahl und Qualität der Studie einflossen. In "kleinen, weniger guten" Studien zeigten sowohl Homöopathie als auch Schulmedizin eine Tendenz zur Wirksamkeit. In den "großen, besseren" Untersuchungen erwiesen sich nur noch die Schulmedizin-Präparate als hilfreich - es gab keine Hinweise mehr darauf, dass die Homöopathie besser war als das Scheinmedikament. Wenn die Homöopathie allerdings wirkt wie ein Placebo, dann ist sie nicht zwangsläufig ohne Effekt: Scheinmedikamente können beispielsweise im Gehirn die Ausschüttung von körpereigenen Schmerzmitteln anregen.