UMTS
Entwicklung des Mobilfunknetzes
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Mobile Kommunikation ist der Markt der Zukunft. Das Handy der Zukunft hat eine integrierte Videokamera, einen Bildschirm und einen Lautsprecher. Und ganz normal telefonieren kann man damit auch - nur 200 mal schneller als heute - und das ist 30 mal schneller als mit ISDN. Möglich macht das die Mobilfunktechnik der dritten Generation: UMTS ist ein völlig neuer Standard zur Übertragung von Sprache und Daten, Mobilfunk und Internet werden vereint. Was bisher nur ein PC bietet, funktioniert bald mobil: Bildübertragung, Online-Dienste, E-Mail, Internet - alles wird mobil. Das UMTS-Handy wird ein universeller Begleiter in der Jackentasche, ein drahtloses Büro, ein mobiles Multimediaterminal, die Bankfiliale und das Einkaufszentrum. UMTS ermöglicht ganz neue Anwendungen, so zum Beispiel Dienste, die immer exakt auf den Ort zugeschnitten sind, an dem man sich gerade aufhält: Restaurantführer, Wegweiser und Kinokasse. UMTS arbeitet anders als konventioneller Mobilfunk. Heute klinkt man sich in jedes Gespräch neu ins Netz ein - und danach wieder aus. Im Gegensatz dazu sind UMTS-Handys ständig mit dem Netz verbunden - also immer online. Das bedeutet, dass die Informationsübermittlung auch dann funktioniert, wenn man sich nicht ins Netz eingewählt hat. In Zukunft werden nur noch die übertragenen Datenmengen und nicht mehr die dafür aufgewandte Zeit bezahlt. Der UMTS-Benutzer wird nicht mehr durch seinen PIN, sondern durch biometrische Verfahren identifiziert. Touchscreen und Spracherkennung erleichtern zukünftig die Bedienung: Das Handy kommt weg vom Ohr und rein in die Hand. Das Display wird zum Bildschirm und gleichzeitig zum zentralen Element. UMTS arbeitet mit einer Frequenz von rund 2000 Megahertz. Mit UMTS können Datenraten bis zu 2 MBit pro Sekunde übertragen werden - das entspricht etwa 100 DinA4-Seiten Text. So ist es möglich, ein ganzes Buch binnen einer Sekunde durch die Luft zu schicken. UMTS-Mobiltelefone werden sogenannte dual-mode-Handys sein, mit denen man auch in den GSM-Netze telefonieren kann. Die Welt der mobilen Anwendungen wird über alles bislang bekannte hinausgehen, da die bisher getrennten Welten von Sprache, Daten Mobilität und Internet nahtlos zusammenwachsen. Die Grenzen zwischen Telekommunikation und Anwendungen der Informationstechnologien oder der Unterhaltungsbranche verwischen zunehmend. Ab 2003 wird das neue Netz in den großen Zentren und in wichtigen Korridoren Deutschlands verfügbar sein. Bis zu siebzig Prozent der Bevölkerung - so sagen es Studien voraus - werden dann multimedial online sein, Bilder verschicken oder mobil im Netz surfen.
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