Senegal
Älteste Demokratie Afrikas
Die Republik Senegal liegt an der Westküste Afrikas und gilt als älteste Demokratie des Kontinents. Senegal wird im Norden von Mauretanien, im Osten von Mali und im Süden von Guinea und Guinea-Bissau begrenzt. Das Land ist 196 722 Quadratkilometer groß und hat fast neun Millionen Einwohner. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind sunnitische Moslems. Das Land wurde 1960 nach 300 Jahren französischer Kolonialherrschaft in die Unabhängigkeit entlassen.
Die Hauptstadt Senegals ist Dakar mit 1,65 Millionen Einwohnern. Amtssprachen sind Französisch und Wolof. Die Hauptausfuhrgüter sind chemische Produkte und Rohstoffe sowie Fisch und Erdnüsse. Frankreich ist Haupthandelspartner des Landes. Staatspräsident ist seit dem 1. April 2000 der Liberale Abdoulaye Wade. Sein Vorgänger Abdou Diouf hatte das Amt seit 1981 inne. Dioufs Sozialistische Partei beherrscht den westafrikanischen Staat seit der Unabhängigkeit. Seit 1976 gibt es ein Mehrparteiensystem.
In der südlichen Provinz Casamance, die von Senegal durch Gambia getrennt ist, sorgen separatistische Rebellen seit 1982 für Konflikte. In den von Urlaubern frequentierten Clubs und Hotelanlagen an der Küste Senegals gibt es nach Angaben des Auswärtigen Amtes generell kein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Die einstige Sklaveninsel Goree, drei Kilometer vor Dakar gelegen, gehört zum Welterbe der Unesco. Von Goree wurden bis 1848 Millionen Menschen aus ganz Westafrika in die Neue Welt verschifft.
zum Index
22.05.2008 / dpa / mp
zurück Seitenanfang Druckversion Artikel versenden 3sat / nano [E-Mail]