Dosimeter in Wohnung © dpa Lupe
Manche Menschen griffen zu Dosimetern, um die Belastung daheim zu erfassen
Radon - ein radioaktives Gas quillt aus dem Boden
Es geht keine chemischen Verbindungen ein
Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas. Es ist unsichtbar, geruchs- und geschmacklos. Radon entsteht natürlicherlicherweise als ein Zerfallsprodukt von Uran, das überall im Boden vorkommt.
Radon geht mit anderen Elementen keine chemischen Verbindungen ein und ist deshalb besonders mobil. In Bodennähe werden Werte zwischen 8 und 30 Becquerel pro Kubikmeter Luft gemessen. Durch Eingriffe in die Natur wie etwa Bergbau kann sich die Radonkonzentration über das regionale Niveau erhöhen. Zudem kann sich das Gas in Wohnungen anreichern. Dort werden Jahresmittelwerte zwischen 10 und mehr als 10.000 Becquerel pro Kubikmeter Luft gemessen.

Wissenschaftliche Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Radonbelastung und Lungenkrebsrisiko. Ein Risiko ist bereits bei Radonkonzentrationen von 150 Becquerel nachweisbar. In Deutschland sollen 3000 von 40.000 Lungenkrebstodesfälle auf das Konto des radioaktiven Gases gehen.

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09.10.2009 / mp