| Die Pest | ||
| Erreger und Pathogenität | ||
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Auslöser der Pest ist Yersina pestis. Das Einatmen von 100 bis 500 dieser Bakterien reicht aus, eine Lungenpest zu verursachen. Die Lungenpest hat eine sehr kurze Inkubationszeit von nur wenigen Stunden bis zu zwei Tagen. Sie kann durch eine Tröpfcheninfektion, also eine Übertragung von Mensch zu Mensch, ausgelöst werden und endet dann meist tödlich. Die häufigsten Überträger sind aber Ratten. In Ratten und in Rattenflöhen können die Erreger gut überleben. Und die Ratten lassen sich in vielen Städten Indiens nicht ausrotten. Es sind die Müllberge, die die Ratten anziehen. So kommen die Pesterreger immer wieder in die Nähe des Menschen. Deshalb sind die augenblicklichen Pestfälle auch nicht ungewöhnlich. Wichtig ist es, die Krankheit schnell einzudämmen - mit speziellen Antibiotika wie Tetracyclinen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch liegt bei bis zu sechs Tagen. Im Fall einer Tröpfcheninfektion sind es nur wenige Stunden; sie endet fast immer innerhalb weniger Tage tödlich. Die Pest ist meldepflichtig. Eine völlige Ausrottung des Pesterregers halten Experten allerdings für unwahrscheinlich. Deshalb besteht die beste Prophylaxe immer noch in der Bekämpfung von Ratten und Flöhen - und das heißt vor allem bessere hygienische Bedingungen. Denn diese verursachen nicht nur Pest, sondern auch andere Krankheiten wie Tuberkulose. Allein daran sterben in Indien jährlich 500.000 Menschen. Als Schwarzer Tod brachte die Pest unter anderem 1347-52 in Europa immer wieder Wellen von Tod und Verderben über die Menschheit. Antibiotika und bessere Hygiene haben die bakterielle Infektionskrankheit stark eingedämmt. Nach den letzten Epidemien 1910 in der Mandschurei und 1936 auf Malta tritt die Pest heute nur noch örtlich begrenzt auf. |
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