Gefäße mit DNA © ap Lupe
Durch die PCR lassen sich wenige DNA-Moleküle millionenfach vervielfältigen
PCR
Wichtiges Verfahren in Kriminologie und Medizin
Bei der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erhitzt man die doppelsträngige DNA, so dass sie sich trennt. Durch das Enzym Polymerase wird zu jedem Einzelstrang sein Gegenstück ergänzt.
So werden daraus zwei Doppelstränge, die anschließend wieder verdoppelt werden. Nach 30 Zyklen ist so viel von der Erbsubstanz vorhanden, dass man sie bequem analysieren kann. Bestimmte Wiederholungen von DNA-Sequenzen sind so individuell, dass sie zu einer Analyse herangezogen werden können.

Die Polymerase-Kettenreaktion ist aus der modernen Medizin und Biotechnologie nicht mehr wegzudenken. Zu den Einsatzgebieten des 1983 von dem US-Biochemiker Karry Mullis entwickelten Verfahrens zählen etwa die Diagnostik von Erbkrankheiten, die Typologie von Tumoren, Gentests in der Kriminologie oder die genaue Charakterisierung von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren. Für die Entwicklung des Verfahrens erhielt Mullis 1993 den Nobelpreis für Chemie.

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