Moor © dpa Lupe
Moore beherbergen viele - oft auch seltene - Tier- und Pflanzenarten
Moor - Wasservorrat und Kohlenstoffspeicher
Nasser Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen
Moore entwickeln sich in flachen Senken, in denen sich mehr Wasser sammelt als abfließen oder verdunsten kann.
Unter Luftabschluss zersetzen sich die Pflanzen- und Tierreste in den überfluteten Senken nur unvollkommen.

Sie werden zu Torf, und es entstehen Niedermoore. Wenn an der Oberfläche des Niedermoors Torfmoose wachsen, kann es zu einem Hochmoor werden. Das Kapillarsystem der Torfmoose ist in der Lage, große Mengen Wasser zu speichern. So können Moore, allein vom Niederschlag feucht gehalten, bis zu einer Mächtigkeit von zehn Metern über den Wasserspiegel anwachsen.

Von einst etwa 500.000 Hektar Hochmoorfläche in Deutschland sind nur etwa 30.000 Hektar übrig geblieben. Moore erfüllen wichtige ökologische Funktionen. Durch ihr hohes Wasserspeicher-Vermögen sind sie sehr wichtig als natürlicher Hochwasserschutz und Grundwasserspeicher. Dank ihrer beträchtlichen Reinigungskraft sind Moore unverzichtbar für den Erhalt unserer Trinkwasservorräte. Sie leisten darüber hinaus auch einen großen Beitrag zum globalen Klimaschutz, da Moore enorme Mengen an Kohlenstoff speichern - weit mehr, als dies Wälder tun.

Sie beherbergen außerdem eine Vielzahl spezialisierter Tier- und Pflanzenarten, darunter nicht nur die Torfmoose, sondern auch Zwergbirke oder die Moosbeere, Libellenarten wie die Große Moosjungfer, zahllose Tagfalter wie der Hochmoor-Perlmutterfalter und den Hochmoor-Gelbling. Durch die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes sind sie jedoch zunehmend in ihrem Bestand bedroht. Da diese Arten an die oft sehr nährstoffarmen Bedingungen in den Moorgebieten angepasst sind, können sie nicht auf andere Standorte ausweichen.