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Die Ernährung der Welt ist eines der Ziele der Vereinten Nationen bis 2015
Millenniumsziele
Vereinte Nationen nehmen sich viel vor bis 2015
Vertreter von 189 Mitgliedsländern der UNO haben im September 2000 sich verpflicht, bis 2015 einen ganzen Satz von Zielen zu erreichen.
Bis 2015 will die Staatengemeinschaft erreichen:

  • den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, zu halbieren. Konnte der Anteil der Armen zwischen 1990 und 2005 von 1,8 auf 1,4 Milliarden Menschen gesenkt werden, so befürchten Experten einen Anstieg durch die Wirtschafts- und Bankenkrise um 100 Millionen Menschen. Die Zahl der Hungernden hat zwar prozentual zur Weltbevölkerung abgenommen, stieg aber in absoluten Zahlen von 850 Millionen 2005 auf 925 Millionen 2009.
  • allen Kindern eine Grundschulausbildung zu ermöglichen. Insgesamt konnte der Anteil der Kinder in Entwicklungsländern, die eine Grundschule besuchen, von 83 auf 88 Prozent angehoben werden. Noch immer aber sind 100 Millionen Jungen und Mädchen vom Recht auf Bildung ausgeschlossen.
  • die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und die Rolle der Frauen zu stärken. Große Rückstände gibt es weiterhin bei der Bezahlung und bei Bildungschancen. Zwei Drittel der beschäftigten Frauen in Entwicklungsländern arbeiten in prekären Arbeitsverhältnissen.
  • die Kindersterblichkeit zu verringern. Während 1990 noch 12 Millionen Kinder im Alter unter fünf Jahren starben, liegt die Zahl heute bei 9 Millionen. Krankheiten wie Masern, Kinderlähmung oder Durchfall konnten durch bessere Gesundheitsversorgung und Impfprogramme zurückgedrängt werden.
  • die Gesundheit der Mütter zu verbessern und ihre Sterblichkeitsrate um drei Viertel zu reduzieren. Letzteres wurde nur zu neun Prozent erreicht. 2009 starben allein 530.000 Mütter während Schwangerschaft oder Entbindung.
  • HIV/Aids, Malaria und andere übertragbare Krankheiten zu bekämpfen. Die Zahlen der HIV-Neuinfektionen und der Ausbreitung von Malaria und Tuberkulose sind rückläufig. Dennoch haben noch immer fast 70 Prozent der Behandlungsbedürftigen bei HIV/Aids keinen Zugang zu notwendigen Medikamenten. Fast eine Million Menschen sterben jedes Jahr an Malaria.
  • den Schutz der Umwelt durch ökologische Nachhaltigkeit zu verbessern. Im letzten Jahrzehnt sind auf der Welt jedes Jahr 13 Millionen Hektar Wald vernichtet worden. Ein Jahrzehnt zuvor waren es jährlich 16 Millionen Hektar. 1,2 Milliarden Menschen fehlt weiterhin sauberes Trinkwasser, mehr als zwei Milliarden der Zugang zu sanitären Einrichtungen.
  • eine weltweite Entwicklungspartnerschaft. Dazu zählen die Erhöhung der Entwicklungshilfe, Initiativen zur Entschuldung, ein besserer Marktzugang für Entwicklungsländer, der Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln und eine Verpflichtung aller Länder auf eine gute Regierungsführung.

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