Kind mit Masern © ap
Masern treffen typischerweise Kinder, können aber auch Erwachsene befallen
Masern und SSPE
Eine hoch ansteckende "Kinderkrankheit"
Masern gilt als eine der ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Der dunkelrote Ausschlag gehört zu den typischen Kindererkrankungen.
Doch auch Jugendliche und Erwachsene können sich infizieren. Die Virus-Infektion erfolgt vor allem über Speicheltröpfchen beim Husten oder Sprechen. Neben den üblichen Symptomen wie Schnupfen, Husten, Übelkeit, Bindehautentzündung und Fieber können auch Komplikationen wie Mittelohr- oder Lungenentzündungen auftreten.

Subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist die Spätfolge einer Masern-Infektion. Sie wird durch Viren ausgelöst, die ins Gehirn eindringen und dort Nervenzellen zerstören. Zwischen der Masern-Infektion und dem Ausbruch der ersten SSPE-Symptome liegen im Schnitt sieben Jahre. Je jünger Kinder bei einer Maserninfektion sind, desto höher wird das Risiko eingeschätzt, später an SSPE zu erkranken.

Wegen der Schwächung des Immunsystems drohen nach einer Masern-Erkrankung Nachfolgeinfekte und ein Aufflammen chronischer Erkrankungen wie Tuberkulose. Erwachsene erkranken dabei oft schwerer als Kinder. Um die Krankheit mit Impfungen auszurotten, müssten laut RKI mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Von den Jugendlichen in Deutschland haben aber schätzungsweise nur etwa drei Viertel die wichtige zweite Impfdosis erhalten. Wer bereits an Masern erkrankt ist, ist allerdings auch ohne Impfung für den Rest seines Lebens gegen das Virus immun.

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In Europa ausgestorben geglaubte Krankheiten wie die Malaria kehren zurück - schuld daran ist die Globalisierung mit ihrem regen Verkehr zwischen den Kontinenten.
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