Luchs
Pirsch- und Lauerjäger sowie Einzelgänger
Wenn man im deutschen Sprachraum von einem Luchs redet, ist meistens der Eurasische Luchs (Lynx lynx) gemeint. Der Luchs ist etwa schäferhundgroß und wiegt um die 20 Kilogramm. Erkennungsmerkmale sind die oft ausgeprägte rotbraune Fellzeichnung mit dunkler Fleckung, der schwarz abgesetzte Stummelschwanz und die Haarbüschel auf den Ohren. Luchse sind Einzelgänger, ein erwachsenes Tier braucht im Durchschnitt ein 100 Quadratkilometer großes Revier. Dabei haben die Gebiete der Männchen eine Flächenausdehnung bis zu 400 Quadratkilometer, in denen die Reviere eines oder mehrerer Weibchen miteingeschlossen sind.
Die Paarungszeit liegt im Spätwinter, die durchschnittlich zwei Jungen werden Mitte Mai bis Mitte Juni geboren. Die Jungtiere bleiben etwa zehn Monate bei der Mutter, müssen aber das angestammte Wohngebiet verlassen und sich ihre eigenen Reviere suchen. Die Jungensterblichkeit ist sehr hoch - von zehn Jungtieren überleben nur ein bis zwei die Zeit bis zur Selbständigkeit.
Der Luchs ernährt sich bei in Mitteleuropa hauptsächlich von rehgroßen Huftieren, Rehen, Gämsen und Mufflons. Als Pirsch- und Lauerjäger überrascht er seine Beute und springt sie aus kurzer Entfernung an, hetzt sie also nicht wie Hund und Wolf. Als weitere mögliche Beutetiere gelten Rotwild, Hase, Fuchs, Wildschwein, Marder, Katzen, Kleinnager und Waldhühner.
Der Luchs ist an deckungsreichen Lebensraum gebunden. Nur dort kann er sich nahe genug an seine Beute anschleichen und wird auch von uns Menschen weniger wahrgenommen. Er nutzt nicht nur große geschlossene Waldungen, sondern auch kleinstrukturierte Wald-Feld-Landschaften mit einer meist hohen Rehdichte.

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24.03.2009 / jus mit Pressematerial von luchsprojekt.de
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