Sternbild und Grafik © Nasa, CXC, M.Weiss
Schwarze Löcher "saugen" die Materie um sich herum an - und irgendwann auf
Schwarzes Loch
Ein möglicher Sternentod
Auch Sterne müssen sterben, denn die gewaltigen Gasmassen einer Sonne werden dadurch "aufgeblasen", dass sie in ihrem Inneren vor allem Wasserstoff zu Helium "verbrennen".
Dadurch entsteht thermischer Druck, der die Gasmassen daran hindert, zu einer kleinen Kugel zusammen zu stürzen. Wenn die Masse einer kollabierender Sonne bei mehr als zehn Sonnenmassen liegt und auch nicht "überschüssiges" Gas in einer Explosion loswerden kann, wird ein Stern nicht zu einem Weißen Zwerg oder einem Neutronenstern, sondern zu einem Schwarzen Loch. Der Entartungsdruck, der noch den Neutronenstern vor dem endgültigen Kollaps bewahrt, ist auch nicht mehr ausreichend. Die Masse stürzt in sich zusammen zu einer punktförmigen Singularität. Hier enden die Möglichkeiten der klassischen und der Quantenphysik, denn beide Theorien sagen unsinnige, unendliche, Werte voraus.


Rekordblick auf Schwarzes Loch
Millionen Mal schärfer als das menschliche Auge
Mit bislang unerreichter Schärfe haben Astronomen in das Herz einer fernen Galaxie gespäht. Dank eines Teleskop-Tricks konnten die Forscher mit zweimillionenfacher Vergrößerung auf das zentrale Schwarze Loch der mehr als fünf Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie blicken, wie die Europäische Südsternwarte ESO am 18. Juli 2012 in Garching bei München berichtete. Das ist, als ließe sich aus Frankfurt am Main eine Zeitung in Los Angeles lesen, wie das federführende Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn ergänzte.
Für diesen Rekordblick hatte das internationale Astronomenteam drei große Radioteleskope in Chile, den USA und auf Hawaii zusammengeschaltet. So entstand ein virtuelles Riesenteleskop mit tausenden Kilometern Durchmesser. Die Detailschärfe eines Teleskops hängt von seinem Durchmesser ab. Der Blick des virtuellen Superteleskops ist dadurch rund zwei Millionen Mal schärfer als der des menschlichen Auges, wie die ESO erläuterte.
Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft
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