Hände eines Leprakranken © dpa Lupe
Lepra ist in Teilen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas heute noch verbreitet
Lepra
Bisher gibt es keinen Impfstoff gegen die Krankheit
Die Lepra wird von Mycobacterium leprae ausgelöst. Sie kommt vor allem in ländlichen Gebieten Südost-Asiens, Indiens und der Tropen Afrikas sowie Südamerikas vor.
Einzelne Fälle sind im Süden der USA, auf Hawaii und einigen pazifischen Inseln aufgetreten. Die Lepra war im Mittelalter als "Aussatz" bekannt.

Der genaue Übertragungsweg ist nicht bekannt, langfristiger enger Kontakt mit Erkrankten scheint jedoch eine wichtige Rolle zu spielen. Der Erreger tritt in jedem Fall über Schleim und Nasensekret der Leprakranken aus. Eine Übertragung von Schwangeren auf ihre Kinder scheint möglich. Es gibt jedoch augenscheinlich kein Vorkommen in Tieren, von denen aus der Erreger auf den Menschen übertragen werden könnte.

Nach der Inkubationszeit, die zwischen neun Monaten und 20 Jahren liegen kann, setzen sich die Erreger vor allem in der Haut und in den Nerven fest. Es können aber auch die oberen Atemwege, die Augen, das Knochenmark und die Hoden betroffen sein. Man unterscheidet verschiedene Typen der Erkrankung. Bekannt ist die tuberkuloide Lepra, die sich in den bekannten Hautschädigungen äußert. Bei dieser Krankheitsform sind die Nerven betroffen.

Bis heute ist nach Angaben des Deutschen Aussätzigen-Hilfswerks (DAHW) in Würzburg die Züchtung dieses 1872 entdeckten Erregers aber auf Kulturböden nicht gelungen. Deshalb gebe es auch noch keinen Impfstoff gegen Lepra. Die Krankheit befällt Haut und Nerven der Betroffenen. So zeigen sich Beulen und Knoten auf der Haut, es kommt zu Lähmungen und dem Ausfall des Schmerzsinnes. Der Übertragungsweg der Lepra ist nicht genau bekannt. Tröpfcheninfektion sind laut DAHW wahrscheinlich, aber auch über Hautkontakt scheine eine Übertragung möglich.

Lepra sei eine Krankheit der Armut und müsse in Zusammenhang mit den Lebensbedingungen der Erkrankten gesehen werden, betont das DAHW. Etwa 800.000 Lepra-Kranke befinden sich derzeit in medizinischer Behandlung, von Spätfolgen betroffen sind Schätzungen zufolge zwei bis drei Millionen Menschen.

Info
Am 29. Januar ist Welt-Lepratag