Hubble © dpa
Bis 2013 soll das Weltraumteleskop noch um die Erde kreisen, so die Nasa
Hubble
Bilder der Erde aus 600 Kilometern Höhe
Das Weltraumteleskop "Hubble" umkreist seit 1990 die Erde. Aus 600 Kilometern Höhe blickt es in die Tiefen des Alls.
Es verschafft Astronomen neue Einblicke in die Entstehung und den Aufbau des Universums. Ungehindert der Luftschichten der Erde sehen sie nie zuvor gesehene Bilder von fernen Galaxien, sterbenden Sonnen und Schwarzen Löchern.

In einer scheinbar leeren Himmelsregion hat das Weltraumteleskop in mehrstündiger Langzeitbelichtung hunderte ferner Galaxien entdeckt, darunter auch den Kandidaten für die bislang fernste Galaxie. © dpa Lupe
Eine Galaxie, die vermutlich bereits 480 Millionen Jahre nach dem Urknall existierte, und ihre Position in der Aufnahme des "Hubble Ultra Deep Field". © dapd Lupe
Der planetare Nebel NGC 6751 ist nicht die Geburt, sondern das Ende möglicher Planeten. © dpa Lupe

Hubble hat verfolgt, wie der Saturn auf seiner Umlaufbahn von uns aus gesehen "kippt".  © dpa Lupe
Der "Ameisennebel" erhielt seinen Namen wegen der Ähnlichkeit zu Kopf und Thorax der gemeinen Gartenameise. © dpa Lupe
Hubble hat nicht nur auf ferne Galaxien geblickt, sondern uns auch herrliche Aufnahmen unseres kosmischen Nachbarn Mars gebracht. © dpa Lupe
Die Galaxie ESO 510-G13 wurde bei einer kosmischen Kollision aus der Form gebracht. © dpa Lupe

Neptun, der andere blaue Planet des Sonnensystems, hat durchaus Strukturen in seiner gigantischen Gashülle. © dpa Lupe
Im Bumerang-Nebel im Sternbild Zentaur hat Hubble den kältesten Ort des Universums entdeckt. © dpa Lupe
Nach dem Ausbruch des roten Riesensterns "v838 mon" am Rand der Milchstraße schimmert ein zuvor unsichtbarer Gas- und Staubwirbel. © dpa Lupe

Im Feuersturm ist ein großer Teil der Sterne im All entstanden, schließt Kenneth Lanzetta von der New Yorker "State University" aus Hubble-Daten. © dpa Lupe
Der Stern im Zentrum des Bumerang-Nebels stößt zwei Jets aus. © reuters Lupe
Der Krebsnebel zeugt von einer Supernova vor 1000 Jahren, von der die chinesische Überlieferung berichtet. © dpa Lupe
Zwei Galaxien kollidieren miteinander. © dpa Lupe

Der Galaxienhaufen Abell 2218, gesehen durch eine Gravitationslinse. © dpa Lupe
Nach der Reparatur 2009 blickte Hubble mit geschärften "Augen" ins All. © dpa Lupe
Die Galaxie NGC 3370 lässt in ihren Armen Sterne entstehen. © dapd Lupe

Tief im Universum - und damit vor sehr langer Zeit - hatten die Galaxien noch nicht immer ihre elegante Form von heute. © dapd Lupe
Eine Babygalaxie im "Ultra Hubble Deep Field". © dapd Lupe
In der kleinen Seyfert-Galaxie NGC steckt ein schwarzes Loch. © dapd Lupe
Sternengeburten im Carinanebel. © dapd Lupe

Hubble hat gezeigt, dass in elliptischen Galaxien mehr Sterne stecken als gedacht. © dapd Lupe
Die gigantische grüne Gasblase hat die Größe unserer Milchstraße. © dapd Lupe
Der Carinanebel ist eine Geburtsstätte von Sternen. © reuters Lupe
Eta Carina kann jederzeit als Supernova explodieren. © reuters Lupe
Die Balkenspiralgalaxie NGC 1672 mit Sternbildungszonen und dunklen Staubstreifen ist mehr als 60 Millionen Lichtjahre entfernt. © reuters Lupe

Bereits kurz nach Betriebsbeginn waren jedoch schwere Mängel festgestellt worden. Es stellte sich heraus, dass der Hauptspiegel falsch geschliffen wurde und verschwommene Bilder lieferte. Bei einer Reparatur-Mission konnte die Besatzung der Raumfähre "Endeavour" die Probleme 1993 weitgehend beheben - das 13 Meter lange und elf Tonnen schwere Weltraumteleskop bekam eine "Brille" in Form einer Korrekturoptik. Im Laufe der Jahre mussten mehrfach Instrumente des nach dem US-Astronomen Edwin P. Hubble (1889-1953) benannten Observatoriums ausgewechselt werden.

Zweiter Reparatureinsatz macht Hubble wieder fit
Nach einer erfolgreichen Generalüberholung im Mai 2009 kreist das Weltraumteleskop wieder selbstständig um die Erde. Die Besatzung der Raumfähre "Atlantis" entließ das Teleskop am 19. Mai 2009 nach getaner Arbeit in seine Umlaufbahn. Die Astronauten hatten am 18. Mai 2009 von insgesamt fünf Außenbordeinsätzen zur Reparatur des Weltraumteleskops durchgeführt.

Damit soll "Hubble" für weitere fünf bis zehn weitere Jahre im All fit sein, die es ohne Wartung verbringen muss - die umfangreichen Reparaturen waren die letzten in der 19-jährigen Geschichte des Orbit-Observatoriums.

"Hubble" wurde gemeinsam von der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der europäischen Esa entwickelt und liefert seit seinem Start für die Wissenschaft bedeutende Messdaten. Einmal in 96 Minuten umkreist "Hubble" die Erde. Betrieben wird es mit Solarzellen. Die Nasa will das Teleskop mindestens bis 2013 nutzen.

Ferne Galaxie
Ein kosmisches Baby
Mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop haben Astronomen einen Kandidaten für die bislang fernste Galaxie im Kosmos aufgespürt.
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"Hubble Space Telescope" von der Nasa
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