HI-Virus © dpa
Weil das HI-Virus so wandlungsfähig ist, kann man bisher nicht dagegen impfen
HIV
Humanes Immunschwächevirus
Das Humane Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für die unheilbare Krankheit Aids. Es wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und infizierte Injektionsnadeln übertragen.
Das Virus baut seine Erbsubstanz fest in die DNA des Menschen ein und lässt sich derzeit nicht daraus vertreiben. Das Virus ist sehr wandlungsfähig. Herkömmliche Impfstrategien funktionieren deshalb nicht. Viele Tests für einen Impfstoff schlugen bislang fehl.

Der Erreger kapert unter anderem bestimmte Immunzellen. Diese Gruppe der T-Helfer-Zellen geht an der Attacke früher oder später zugrunde. Damit können sie ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen, Eindringlinge zu erkennen und das Abwehrsystem zu mobilisieren. In der Folge können sich viele Krankheiten weitgehend ungehemmt ausbreiten - harmlose Infektionen werden zur tödlichen Bedrohung.

Derzeit stecken sich täglich etwa 7500 Menschen neu mit HIV an, weltweit sind momentan rund 33 Millionen Menschen infiziert.

Der Ausbruch und die Symptome von Aids ("Acquired Immune Deficiency Syndrome", erworbene Immunschwäche) lassen sich mit verschiedenen Medikamenten inzwischen viele Jahre hinauszögern. In den Industrieländern ist die Versorgung mit diesen Wirkstoffen weitgehend gesichert, in armen Ländern dagegen nicht.

zuletzt aktualisiert am 03.08.2009 / dpa / jus