 |
|
|
Das Blut der Spinnen erscheint leicht bläulich, weil sie wie alle Arthropoden (Gliederfüßer: Insekten, Spinnentiere, Krebse) Hämocyanin als Sauerstoff-bindenden Bestandteil haben.
Es unterscheidet sich vom Hämoglobin vor allem dadurch, dass hier zwei Kupfer- statt Eisenatome in der prostetischen Gruppe des Proteins sitzen, die den Sauerstoff binden. Zudem hat das Gesamtmolekül die vierfache Masse des Hämoglobins.
Bei Arthropoden sind Blut- und Lymphkreislauf nicht getrennt, so dass man von einer Hämolymphe spricht; trotzdem ist der Anteil an Hämocyanin bei Spinnen sehr hoch: Es macht 1,4 Prozent des Körpergewichts aus, während es beim Menschen 1,2 Prozent sind. Die Hämolymphe insgesamt macht rund 20 Prozent des Körpergewichts einer Spinne ist. Da die Beine über eine Art Hydraulik funktionieren, ist es für Spinnen wichtig, Volumen und Druck der Hämolymphe konstant zu halten - einen größeren Verlust an Flüssigkeit muss sie durch Trinken kompensieren.
Hämocyanin bindet Sauerstoff stärker als Hämoglobin, so dass die Abgabe an das Gewebe erschwert ist. Sie gelingt nur, wenn dort ein geringer Sauerstoff-Anteil herrscht.
|
|