Gibraltar
Seit Jahrhunderten ein Stein des Anstoßes
Der 6,5 Quadratkilometer große britische Besitz an der Südspitze der Iberischen Halbinsel ist seit Jahrhunderten ein Zankapfel zwischen Spanien und Großbritannien. Der britische Admiral George Rooke hatte den Felsen 1704 im Spanischen Erbfolgekrieg erobert. Im Vertrag von Utrecht wurde Gibraltar 1713 auch offiziell den Briten zugesprochen. Dem spanischen König Philipp V. (1683-1746) wird der Satz zugeschrieben: "Wie mit Dornen in den Füßen müssen wir Spanier leben, solange Gibraltar England gehört."
Spanien erneuerte im Laufe der Zeit immer wieder seinen Anspruch auf Gibraltar, das 1830 den Status einer Kronkolonie erhielt. Als London der Besitzung 1969 eine Verfassung mit einer gewissen Autonomie gab, antwortete Spaniens damaliger Diktator Francisco Franco mit einer totalen Blockade, die erst 1982 gelockert wurde.
In dem "Klein-Britannien" am Mittelmeer leben 27.000 Menschen meist spanischer, portugiesischer oder marokkanischer Herkunft. Die große Mehrheit will von einer Abtretung Gibraltars an Spanien nichts wissen. Die berühmtesten Bewohner der Kronkolonie dürften die freilebenden Affen sein. Nach der Legende bleibt Gibraltar solange britisch, wie sich die Kolonie der Makaken auf dem Felsen hält.
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01.10.2008 / dpa / mp
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