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Jedes Jahr müssen Ärzte 500.000 Mal ein Zervixkarzinom diagnostizieren
Gebärmutterhalskrebs
Zervixkarzinom zweithäufigster Krebs bei Frauen
Gebärmutterhalskrebs, das Zervixkarzinom, ist die zweithäufigste Krebsart bei Frauen. Weltweit erkranken jährlich 500.000 daran.
In Deutschland registriert das Robert-Koch-Institut 6500 Neuerkrankungen und 1700 Todesfälle pro Jahr. Häufigste Ursache für die Krankheit ist die Infektion mit humanen Papillomviren (HPV), die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Schätzungen zufolge infizieren sich und 70 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens mit HPV. In den meisten Fällen besiegt das körpereigene Immunsystem die Erreger binnen eines Jahres.

Bei einigen Frauen klingt die Infektion jedoch nicht vollständig ab, und über Vorläuferstadien wie Warzen am Gebärmutterhals kann ein bösartiger Tumor entstehen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt seit 2007 eine generelle HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren vor dem ersten Geschlechtsverkehr.

Glossar
Papillomviren
Die Papillomviren sind die am häufigsten sexuell übertragenen Viren. Sie greifen Schleimhäute und die Haut an und sorgen für Läsionen.