Lupe
332 Vulkan- und Riffinseln bilden den Lebensraum der Menschen der Fidschis
Fidschi - Reich der 332 Vulkan- und Riffinseln
Fidschi liegt 1770 Kilometer nördlich von Neuseeland
Das Idyll trügt: Die Fidschi-Inseln sind für ihre 900.000 Bewohner durchaus kein Schlaraffenland. Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1970 verzeichnet die Geschichte der Republik Fidschi vier Staatsstreiche.
Von den 900.000 Einwohnern leben 200.000 in der Hauptstadt Suva auf der größten Einzelinsel, Viti Levu. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei 2500 Euro. Gut 50 Prozent der Bevölkerung sind melanesischen Ursprungs - die Fidschianer bilden damit die Gruppe der Indigenen. Daneben gibt es eine starke Minderheit von Indischstämmigen. Sie wurden vor allem während der britischen Kolonialzeit als Arbeiter auf die Zuckerplantagen der Fidschi-Inseln gebracht. Fidschi blieb von 1874 bis zum 10. Oktober 1970 unter britischer Oberhoheit.

Im Mai 1987 erstürmten Truppen unter Leitung von Oberst Sitiveni Rabuka das Parlament und setzten den fidschianischen Regierungschef Timoci Bavadra ab, der erst im Monat zuvor siegreich aus Wahlen hervorgegangen war. Im September übernimmt Rabuka bei einem weiteren Putsch vollends die Macht und sorgt für den Auszug Fidschis aus dem britischen Commonwealth. Rabuka setzt eine Übergangsregierung ein. 1990 wird eine Verfassung verabschiedet, in der die politische Dominanz der Fidschianer über die Indisch-Stämmigen festgeschrieben wird.

1997 wird eine neue Verfassung angenommen, nach der auch Indisch-Stämmige in die höchsten Staatsämter vorrücken können. 1999 gelangt mit Mahendra Chaudhry erstmals ein Indischstämmiger ins Amt des Regierungschefs, im Mai 2000 werden Chaudhry und seine Getreuen bei einem Umsturz abgesetzt. Das Militär übernimmt in den anschließenden Wirren die Macht. Der Anführer der Militärs ist dabei Voreqe Bainimarama. Zwischendurch gab es eine Zivilregierung, die im Juli 2000 von den Militärs eingesetzt und 2001 sowie 2006 bei Wahlen bestätigt wurde.

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01.09.2009 / afp / mp