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El Niño treibt das Wasser nach Südamerika, was heftigen Regen mit sich bringt
El Niño
Umkehr normaler Klimaverhältnisse
El Niño ist Klimaanomalie im südlichen Pazifik. Die Auswirkungen auf das Wettergeschehen zwischen Amerika und Südostasien sind dramatisch.
Während die tieferen Ursachen für dieses Phänomen im dunkeln liegen, können die Wissenschaftler heute ziemlich genau sagen, welche Umstände zu einem El Niño führen. So sprechen sie von der El-Niño-Süd-Oszillation, was letztlich eine periodische Schwankung des Atmosphärendrucks im Pazifik ist. Das "Christikind" kehrt im Zeitraum von zwei bis sieben Jahren wieder.

Wörtlich bedeutet El Niño im Spanischen "der Junge" oder "das Christkind". Die Bezeichnung hängt mit einer warmen Meeresströmung im tropischen Pazifik vor Südamerika zusammen, die um Weihnachten auftritt und die daher von peruanischen Fischern so benannt wurde. Der Name ist verharmlosend: Der bisher schwerste El Niño von 1983 wird für den Tod von bis zu 2000 Menschen und Sachschäden im Wert von 13 Milliarden Dollar verantwortlich gemacht. Die südliche Oszillation wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem britischen Forscher Gilbert Walker entdeckt. Er fand heraus, dass ein niedriger Luftdruck bei Australien mit einem hohen Druck bei Tahiti einhergeht. Umgekehrt, wenn der Druck bei Australien hoch ist, ist er bei Tahiti niedrig. Wenn kein El Niño herrscht, ist das wärmste Meerwasser der Erde ein riesiges Reservoir im westlichen Pazifik, das von Ost-West-Winden vor die Küste Indonesiens getrieben wird.




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