Designer-Drogen
Ecstasy, Speed, LSD und "Angel Dust"
So genannte "Designer-Drogen" gewinnen zunehmend an Bedeutung. Inzwischen sind erste Todesfälle registriert worden. So starben 1994 allein in Hamburg vier Menschen durch die Einnahme von Designer-Drogen. Die Drogen stammen größtenteils aus Labors in den Niederlanden und Polen.
Ecstasy (Methylendioxymethylamphetamin) wird als Tablette, Pulver oder in Kristallform zum Rauchen konsumiert. Ecstasy (Ekstase) wirkt angstlösend und kontaktsteigernd. Deswegen wird es auch als Liebesdroge bezeichnet. Das körpereigene Warnsystem wird ausgeschaltet, bei langem Tanzen kann es zu extremem Wasserverlust und Hitzschlag kommen.
Speed (Methamphetamin) unterdrückt Müdigkeit und wirkt leistungssteigernd. Konsumenten verspüren keinen Hunger, sind überaktiv, fühlen sich stark und energiegeladen. Es können aber auch erhöhte Aggressionen, Verfolgungswahn und Schlafstörungen eintreten.
LSD (Lysergsäurediethylamid) wirkt stark bewußtseinsverändernd. Perspektiven verzerren sich, Farbwahrnehmungen und Körpergefühl verändern sich. Die Wirkung ist stark von der seelischen Verfassung des Konsumenten abhängig. So könnnen auch Panik und Paranoia Folgen sein. LSD gibt es als Tabletten, auf kleinen Löschpapierblättchen und als Gelatine-Ecken.
Das als Angel Dust (Engelstaub) bekannt gewordene Phencyclidin (PCP) wurde in den 50er Jahren als Schmerzmittel in den USA entwickelt. Nach Zwischenfällen bei Operationen verbannten die Ärzte PCP jedoch aus der Medizin. Der Konsum von Angel Dust führt unter anderem zu totalem Realitätsverlust und blinder Aggressivität. PCP kann geraucht, geschluckt oder gespritzt werden.
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12.07.2005 / dpa / mp
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