Glossar
Ohne DDT hat sich der Bestand des Weißkopfseeadlers wieder deutlich erholt
DDT - Gemisch äußerst giftiger Insektizide
1,1,1-Trichloro-2,2-bis(4-chlorophenyl)ethan
Das Insektengift DDT und seine Abbauprodukte sind chemisch hochstabil und reichern sich in Organismen an.
Das liegt daran, dass sich DDT in Wassser schlecht, in Fett jedoch sehr gut löst (lipophile Substanz). Bei oraler Aufnahme ist DDT giftig, die Aufnahme durch die Haut ist dagegen schlechter. Symptome sind Schweißausbrüche, Gefühllosigkeit an Lippen und Zunge, Kopfschmerzen und Übelkeit. Bei hoher Dosierung treten Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheit, Krämpfe und Rhythmusstörungen auf. DDT und seine Abbau-Produkte können wie Sexual
hormone
wirken und so zu einer "Verweiblichung" männlicher Organismen führen. Bis 1978 wurden schätzungsweise bis zu vier Millionen Tonnen DDT in die Umwelt eingetragen, im Schnitt damit 60.000 Tonnen jährlich. Insgesamt schätzt man die Rückstände des Abbauprodukts DDE auf 500.000 Tonnen.
DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) ist keine reine Verbindung, sondern eine Mischung von
Isomeren
, deren häufigster Bestandteil 1,1,1-Trichloro-2,2-bis(4-chlorophenyl)ethan ist.
DDT wurde erstmals 1873 synthetisiert und wirkt als Insektengift, wie der Schweizer Chemiker Paul Müller 1939 entdeckte. Die Firma Geigy meldete das Insektengift 1940 zum Patent an; Müller erhielt 1948 dafür den Nobelpreis für Medizin.
Die ersten Resistenzen gegen DDT traten bereits 1948 auf; kurz danach wurden auch die ersten Resistenzen bei der Anopholes-Mücke, der Überträgerin der
Malaria
, auf.
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