Die Ärzte waren im Kampf gegen die Krankheit machtlos, denn sie kannten ihre Ursache nicht. Sie vermuteten "giftige Dünste" als ansteckend und suchten überall nach wirksamen Mitteln im Kampf gegen die Seuche. Erst 1883 entdeckte der Bakteriologe Robert Koch, der schon 1882 den Tuberkelbazillus identifiziert hatte, auch den Cholera-Erreger. Deutschland war von Ägypten um Hilfe gebeten worden, als dort eine Epidemie wütete. Pilger hatten aus Mekka die Seuche eingeschleppt, die dorthin vermutlich aus Asien gekommen war. Koch reiste an den Nil und untersuchte Kranke und Tote. Am 17. September 1883 konnte er seine Entdeckung melden. Bei weiteren Forschungen in Kalkutta fand er heraus, dass die Erreger in feuchtem Klima und vor allem im Wasser quicklebendig sind.