Glossar
Im Lauf der Zeit wird es für die roten Blutkörperchen wortwörtlich immer enger
Arteriosklerose
Immer weniger Sauerstoff gelangt in die Gewebe
Bei einer Arteriosklerose werden die Blutgefäße immer enger und steifer und versorgen so das umliegende Gewebe kaum mit Sauerstoff.
"Bei Arteriosklerose lagern sich an den Innenseiten der Blutgefäße Plaques ab", erläutert Prof. Andreas Habenicht vom Universitätsklinikum Jena. "Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen, das Gefäß verschließt sich oder kann platzen. Je nachdem, wo das im Körper passiert, kommt es zum Herzinfarkt oder Schlaganfall."
Von der Autoimmunerkrankung merkt der Patient nichts. Die langsam fortschreitende Verengung und Verhärtung der betroffenen Gefäße bleibt über Jahre ohne Beschwerden. Die Arteriosklerose entsteht zuerst in den Regionen der Aorta, die ganz nah beim Herzen liegt. Sie macht erst durch schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Herzenge, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen der Beine auf sich aufmerksam. Als Risikofaktoren gelten Rauchen, hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, Stoffwechselkrankheiten und eine familiäre Disposition. Übergewicht, Stress und Bewegungsmangel gehören ebenfalls dazu.
Keine Krankheit kostet so viele Menschenleben in Deutschland wie Arteriosklerose. Als Hauptursache für Herz-Kreislauf-Leiden wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist sie für die Hälfte der Todesfälle in der westlichen Welt verantwortlich. Mediziner prognostizieren, dass Arteriosklerose 2020 weltweit die Todesursache Nummer eins sein wird. Acht Millionen Bundesbürger sind von der heimtückischen und ab einem bestimmten Krankheitsstadium bislang unheilbaren Arterienverkalkung betroffen.
Arteriosklerose
Auslöser Immunabwehr
"Autoaggressive Zellen attackieren und zerstören die Zellwand", erklärt Prof. Andreas Habenicht das Entstehen von Arteriosklerose.
Interview
"Neue Therapieansätze"
Immunzellen greifen die Arterien an und lösen so Arteriosklerose aus - dieser Auffassung ist Prof. Andreas Habenicht von der Universität Jena.
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