Glossar
Die Antarktis - der unwirtlichste aller Kontinente steht im Fokus der Forschung
Antarktis
Trockenster, kältester und windigster Kontinent
Die Antarktis steht wegen ihres Ökosystems als "dem Frieden und der Wissenschaft gewidmetes Naturreservat" unter besonderem Schutz.
Zudem hat die Internationale Walfangkommission rund um die Antarktis ein Walschutzgebiet eingerichtet. Eisfreie und gleichzeitig nahezu vegetationsfreie Flächen gibt es zumeist nur an den Küsten, aber auch im Transantarktischen Gebirge, das den gesamten Kontinent durchzieht. Kein Ort der Erde besitzt ein rauheres Klima. Nahe der sowjetischen Forschungsstation wurden Temperaturen unter minus 90 Grad Celsius registriert. Selbst an geschützten Stellen werden auch im Sommer selten Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes gemessen. Bei Stürmen treten Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometer pro Stunde auf.
Im mehr als zwei Millionen Jahre alten Eis sind etwa 25 bis 30 Millionen Kubikkilometer Wasser gebunden. Würde es ins Meer fließen, stiege der Meeresspiegel um 60 bis 80 Meter. Pro Jahr verliert der eisige Kontinent bis zu 2200 Kubikkilometer Eis als Schmelzwasser über abbrechende Eisberge. Etwa die gleiche Menge fällt als Niederschlag, meist als Schnee oder Reif.
Wissenschaftler versuchen vor allem, die Wasser- und Eisbilanz des Kontinents zu klären, da sie von entscheidender Bedeutung für die weltweite Klimaentwicklung ist. In 40 Forschungsstationen zahlreicher Nationen können dort auch im Winter bis zu 1000 Menschen leben. Im Sommerhalbjahr rechnet man mit 3000 Forschern auf dem abgelegenen Kontinent mit der noch saubersten Luft und dem noch saubersten Wasser der Erde.
Interaktiv
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27 Länder unterhalten insgesamt 80 Forschungsstationen in der Antarktis. Die Hälfte ist ganzjährig besetzt, die restlichen nur im antarktischen Sommer von November bis Februar.
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