Demonstration © reuters Video
Nach der Katastrophe von Fukushima regt sich auch im Nachbarland Protest
Strahlende Fracht
Erstmals auch heftige Proteste in Frankreich
Die Umweltorganisation "Sortir du nucléaire" hat beim Castortransport nach eigenen Angaben in einem Radius von zwei Metern erhöhte radioaktive Strahlung gemessen.
Nach ihren Angaben betrug die unmittelbare Belastung für Polizisten, Demonstranten und Lokführer 1,65 Mikrosievert pro Stunde. Sie liegt damit vierzehnfach über der natürlichen Strahlenbelastung. "Dieser Transport ist ein rollendes Tschernobyl", sagte Philippe Guiter, Generalsekretär der Bahngewerkschaft Sud Rail. Auch dieses Mal hätten sich deshalb Fahrer geweigert, die Castor-Züge zu fahren, daraufhin hätten Führungskräfte der französischen Bahn einspringen müssen.

Der Zug auf dem Weg nach Gorleben konnte nach anfänglich starken Protesten relativ störungsfrei die Nachtroute absolvieren. Am Vormittag des 24. November 2011 traf er in Rémilly südöstlich von Metz ein.

Der Konvoi mit den radioaktiven Abfällen wurde dieses Mal von so heftigen Protesten französischer Aktivisten begleitet wie noch nie. Die Demonstranten beklagen "ausufernde Gewalt" der Polizeibeamten. So seien mehrere Personen mit Gummigeschossen verletzt worden und viele litten noch in der Nacht unter dem weit versprühten Tränengas.

Castor
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