Zudem nimmt zwar bei Schmerz die graue Substanz in gewissen Bereichen des Gehirns zu, diese Bereiche sind aber bei chronisch Migränekranken verkleinert. Sie haben weniger Nervenzellen, die den Schmerz verarbeiten könnnen. Möglicherweise repräsentierten diese Veränderungen das Schmerzgedächtnis, vermutet May. Obwohl sich chronische Schmerzen ganz unterschiedlich bemerkbar machten, hinterließen sie im Gehirn doch stets denselben "Schmerzabdruck". Wenn Nervenzellen mit Schmerzimpulsen befeuert würden, die ständig durch den Körper rasten, dann reagierten sie jedes Mal heftiger. Das könne so weit gehen, dass sie spontan aktiv würden und ihrerseits pausenlos Signale abgäben, selbst noch dann, wenn gar keine Schmerzreize mehr ankämen, erklärt May.