Bienen im Fokus
Um Bienen ranken sich Mythen - Forscher rätseln eher um das Massensterben
Fleißig, aber nicht schlau
Wissenschaftler ergründen
Apis mellifera
Fleißig ist die Honigbiene (
Apis mellifera
), und für ein Insekt intelligent, so meint der Volksmund. Falsch, meint die Wissenschaft.
Parasiten töten Bienen
Mit 85 prozentiger Ameisensäure kann die für Bienen tödliche Varroa-Milbe bekämpft werden, ohne für die Bienen gefährlich zu werden.
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Bienensterben - Tödlicher Insektensex
Möglicherweise sind sexuell übertragbare Krankheiten für das Bienensterben mitverantwortlich, so Boris Baers von der Uni in Perth.
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Bienenforscher arbeiten mit dem CT
Der Australier Mark Greco ist Radiologe. Als Hobby-Imker kam er auf die Idee, den Computertomographen (CT) auch für seine Bienen einzusetzen. Er scannt ganze Bienenstöcke und erkennt so rasch den Zustand des Volkes. Das ist effizienter, schonender und genauer als die bisherigen, aufwändigen Kontrollarbeiten der Bienenforscher.
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Bienen stoppen schädliche Raupen
Gefräßige Raupen können in Gärten und auf Feldern großen Schaden anrichten. Eine raffinierte Methode, um den hungrigen Tieren Einhalt zu gebieten, beschreiben Biologen von der Universität Würzburg im Fachblatt "Current Biology": fliegende Bienen, die Raupen in Dauerstress bringen.
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Flugroboter findet seinen Weg wie die Biene
Der Flugroboter "Edgar" ist ausgerüstet mit Sensoren und Kamera und soll nach dem Vorbild der Biene ohne Fernsteuerung immer wieder seinen Weg zurückfinden. Auch die Insekten finden immer wieder zu ihrem Bienenstock. Die Juniorprofessorin Verena Hafner von der Berliner Humboldt-Universität forscht an dem Quadrokopter. Der Roboter soll im Katastrophenschutz und im Rettungswesen zum Einsatz kommen. "Unsere Inspiration kommt aus der Biologie", erklärt Hafner.
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Bienen schaffen Milliardenwerte durch Bestäubung
Insekten wie Bienen schaffen durch die Bestäubung von Pflanzen enorme Werte für die Landwirtschaft. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle teilte mit, dass der ökonomische Nutzen der Tiere im Jahr 2005 bei etwa 150 Milliarden Euro lag. Das entspreche knapp einem Zehntel des Gesamtwertes der weltweiten Nahrungsmittelproduktion. Deutsche und französische Forscher hätten zum ersten Mal berechnet, welche Werte die Insekten durch die Bestäubung von Agrarpflanzen schaffen.
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Bienen fliegen besonders gern auf große Blüten
Bienen fliegen besonders gerne auf große Blüten mit möglichst kontrastreichen Farben. Auch wenn diese gar nicht sonderlich viel Nektar zu bieten haben, berichtet ein Team um Dhruba Naug von der "Colorado State University". Bestimmten einwandernden Pflanzen könne diese Vorliebe einen Vorteil verschaffen. Die Bienen mussten in den Versuchen jeweils zwischen zwei künstlichen Blüten wählen.
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Honigbienen bedrängen ihre Feinde zum Ersticken
Eine höchst ungewöhnliche Methode der Feindabwehr haben Honigbienen
Apis melifera
auf Zypern entwickelt: Sie umringen und bedrängen die angreifenden Hornissen so lange, bis diese schließlich ersticken. Die Bienen blockieren mit ihren Körpern die Atemöffnungen der Orientalischen Hornissen (
Vespa orientalis
) an deren Hinterteil. "Sie haben anscheinend die Achilles-Ferse entdeckt", erklärt Alexandros Papachristoforou von der Aristoteles Universität in Thessaloniki.
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3000 Jahre alte Kultur der Bienenaufzucht entdeckt
Archäologen haben im Norden Israels Hinweise auf eine rund 3000 Jahre alte Kultur der Bienenaufzucht entdeckt. Neben Honigwaben und Wachs seien 30 intakte Bienenstöcke gefunden worden, erklärte Amihai Masar von der Hebräischen Universität in Jerusalem. "Man kann sagen, dass es sich hier um eine durchorganisierte Industrie gehandelt hat", fügte Masar hinzu. Die in Rehov gefundenen Bienenstöcke, die auf etwa 900 vor Christus datiert wurden, sind aus Stroh und Lehm gebaut.
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Bienen sind in der Natur nicht mehr lebensfähig
Aufgrund ihrer Fähigkeit, für den Menschen wichtige Obst- und Gemüsesorten zu bestäuben, gilt die Honigbiene auf dem europäischen Kontinent nach Rind und Schwein und noch vor Geflügel als das drittwichtigste Haustier. Das liegt an der Jahrmillionen dauernden Anpassung durch den Menschen, der das Insekt zu einem fliegenden Superorganismus gemacht hat. Durch Rassenkreuzung, künstliche Vermehrung und permanente Umsiedlung wurden die Tiere aber auch immer anfälliger.
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Intelligenz eines Bienenvolks als Vorbild für Roboter
Forscher um Prof. Karl Crailshaim von der Uni Graz wollen im Rahmen eines EU-Projekts 1000 millimetergroße Miniaturroboter entwickeln, die an unzugänglichen Stellen arbeiten sollen. Vorbild ist die Selbstorganisation von Bienen. Die Forscher meinen: Aus einzelnen, wenig intelligenten Bienen werde in der Masse ein genialer Organismus. "Wir haben unsere Beobachtungen zu einfachen Regeln heruntergebrochen und in einen Roboterschwarm übertragen", sagt der Biologe Thomas Schmickl.
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Soziale Kontrolle erzwingt Selbstlosigkeit bei Bienen
Strenge soziale Kontrolle und nicht Selbstlosigkeit sorgen bei Bienen und Wespen dafür, dass sich nur die Königin vermehrt. Nach einem strengen Regiment zerstören Arbeiterinnen oder die Königin selbst alle fremden Eier. In der Folge stellen Arbeiterinnen die Eiablage gänzlich ein, obwohl ihre Eierstöcke funktionstüchtig bleiben. Zu diesem Schluss kommen Tom Wenseleers und Francis Ratnieks vom Wissenschaftskolleg zu Berlin, nachdem sie Bienen- und Wespenstaaten untersucht hatten.
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Die Honigbiene kam zweimal von Afrika nach Europa
Das Erbgut der Honigbiene ist entziffert. Das nun entzifferte Genom weist darauf hin, dass die westliche Honigbiene ursprünglich aus Afrika stammt und sich von dort in zwei unabhängigen Wanderungen nach Europa ausgebreitet hat. Mit etwa 300 Millionen DNA-Bausteinen ist das Genom nur ein Zehntel so groß wie das Genom des Menschen. Die Biene besitzt rund 10.000 Gene. Nach Fruchtfliege, Seidenraupe und Moskito ist die westliche Honigbiene (
Apis mellifera
) das vierte Insekt, dessen Gensequenz bekannt ist.
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Wachsvarianten unterscheiden sich nach Bienenart
Bienen stellen Wachs her, das zu ihren jeweiligen Nestbaugewohnheiten passt. Wie US-amerikanische Forscher festgestellt haben, baut jede Honigbienenart ihre Waben aus Wachs mit individuellen mechanischen Eigenschaften.
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Tacho der Honigbienen ist das Bild ihrer Umgebung
Honigbienen (
Apis mellifera
) regeln ihr Flugtempo nach der Geschwindigkeit, mit der ihre Umgebung an ihnen vorbeirauscht. Die Insekten haben keinen unabhängigen Tempomesser für ihre tatsächliche Geschwindigkeit, haben australische Wissenschaftler beobachtet.
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