Astronaut auf Mond Video
Berge und ein schwarzer Himmel sprechen nicht gegen eine Mondlandung
Die Nasa ist definitiv auf dem Mond gewesen
Physik widerspricht den Verschwörungstheoretikern
Schon das Sendesignal beweist, dass die sechs Apollo-Missionen auf dem Mond gewesen sind, was auch immer Skeptiker sagen, die die Landung in Zweifel ziehen. Profis und Laien am Boden haben das Signal verfolgt.
"Das Signal kam von einem Raumschiff, das sich auf den Mond zubewegt hat, dann am Mond angekommen ist, um den Mond herumgeflogen ist und sich dann wieder vom Mond entfernt hat", erinnert sich Thilo Elsner, der Leiter der Bochumer Sternwarte. Bei jeder der sechs Apollo-Landungen kam das Signal von einer anderen Mondregion.

Bis heute nutzen Forscher die drei Laserreflektoren, die Apollo-Astronauten aufgestellt haben, und bestimmen so den Abstand zwischen Mond und Erde. "Man erhielte kein Signal im Detektor, wenn diese Reflektoren nicht auf dem Mond stünden", weiß Prof. Jürgen Müller vom Institut für Erdmessung in Hannover. "Man könnte sich auch vorstellen, dass die Spiegel von Robotern abgestellt wurden." Wie es der russische Roboter Lunochod 2 getan hat. Die Seismographen, die bis 1977 die Mondbeben verzeichneten, konnte jedoch kein Roboter aufbauen, sagt Planetenforscher Wilfried Tost vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): "Dafür ist diese Aufgabe zu komplex, zu weitläufig, zu groß und auch zu kompliziert."

Einen weiteren Beweis liefern 380 Kilo Mondgestein: Sie sind vollständig frei von Wasser - und jedes einzelne Stück kann man in den Videoaufnahmen der Mondmission identifizieren. Im Studio hätte man das nicht nachbauen können, meint DLR-Wissenschaftler Prof. Ralf Jaumann: "Dazu müsste man das Fernsehstudio evakuieren. Es darf keine Atmosphäre drin sein und man müsste es komplett wasserfrei halten - das geht auf der Erde gar nicht, denn Wasserdampf ist überall."

Kritiker beharren: Die Landung war ein Fernsehtrick
Astronauten auf dem Mond Lupe
Mit oder ohne Fähre oft der gleiche Berg
Die Nasa vermeidet es, sich zu den Vorwürfen, dass die Mondlandung vor 38 Jahren gar nicht statt gefunden habe, zu äußern. Ihrer Meinung nach liegt die Beweislast auf der Seite der Kritiker. Diese taten sich schwer, ein Argument aufzuführen, welches nicht durch physikalische Gegebenheiten aufgeklärt werden konnte. 1976 machte der US-Amerikaner Bill Kaysing seine Haltung in dem Buch "We Never Went to the Moon: America’s Thirty Billion Dollar Swindle" deutlich. Darin nahm er sich der veröffentlichten Nasa-Materialien an und extrahierte scheinbare Widersprüche. Insgesamt hielt er die Mondlandung für eine Täuschung. Die Szenen auf dem Mond seien vielmehr in einem Fernsehstudio gedreht worden, was sich durch verschiedene Fotos belegen lasse. Auf vielen Aufnahmen sind im Hintergrund immer wieder dieselben Hügel zu sehen, mal mit, mal ohne Mondlandungsfähre.

Für die Mondlandungslüge-Vertreter ist klar: Hier wurde nur eine Kulisse gebaut und für verschiedene Aufnahmen benutzt. Diesem Argument wird begegnet mit der Feststellung, dass auch die Alpen sich auf Photographien, obwohl in verschiedenen Tälern aufgenommen, nicht viel verändern. Für den Menschen sei es schwierig, nur anhand von Fotos, ohne festen Bezugspunkt Größen und Entfernungen einzuschätzen. Aber durch die hohe Tiefenschärfe und Detailgenauigkeit der Originalaufnahmen sei die Theorie einer Kulisse nicht haltbar.

Auch dass auf den Fotos vom Mond im Hintergrund keine Sterne zu sehen sind, stört viele. Aber heute sieht man auf Bildern von der Internationalen Raumstation (ISS) oder dem Hubble-Teleskop keine Sterne im Hintergrund. "Der Belichtungsumfang der Filme ist dafür nicht hoch genug" sagt Knut Schulz, Fotograf aus Hamburg. "Das muss man sich vorstellen, als versuchte man, durchs Fenster Sterne zu fotografieren bei einer dreißigstel Sekunde Verschlusszeit. Unmöglich!"

Die wehende Fahne ist in ihrem Augenblick erstarrt
Astronaut vor US-Flagge Lupe
Eine Fahne "weht" mit Absicht
Auch das Aufstellen der US-amerikanischen Flagge ist ein Streitpunkt. Bestreiter der Mondlandung sehen auf dem Video, welches diesen wichtigen Augenblick der Geschichte festhält, ein Lüftchen wehen. Und dass, obwohl es auf dem Mond keine Atmosphäre, also keinen Wind gibt. Die Fahne hängt in der Tat nicht einfach schlaff herunter, sondern wirft, an eine Querstrebe befestigt, verdächtige Falten. Doch auch dieses Indiz lässt sich laut des Raumfahrtjournalisten Werner Büdeler leicht erklären. Die Flagge sei mit Absicht so an der Querstange befestigt worden, dass sie dynamisch wirkte, so als ob sie im Winde wehen würde.

Tatsächlich gibt es zwei Fotos, die, wie man am darauf mit abgebildeten Astronauten sehen kann, zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen wurden. Trotzdem ist die Flagge in derselben "Weh"-Haltung erstarrt. Auf dem dazu gehörigen Video ist deutlich zu sehen, dass die Bewegung der Fahne darauf zurückzuführen ist, dass immer einer der Astronauten an der Stange hantiert. Damit ist die Bewegung der Fahne nachvollziehbar.

Ein Argument der Mondlandungsleugner sind die Schatten auf den Fotos. Die Schatten auf mehreren Aufnahmen seien teilweise verschieden lang, der Einfallwinkel der Sonnenstrahlen unterschiedlich und die Schatten somit nicht parallel. Dies alles würde auf künstliche Lichtquellen aus verschiedenen Beleuchtungswinkeln hinweisen. Verfechter der Mondlandung begegnen diesem Argument, indem sie auf die unebene Mondoberfläche hinweisen, die verschieden lange Schatten verursacht. Wenn mehrere Lichtquellen ein Objekt beleuchten, dann gibt es auch mehrere Schatten. Auch auf Fotos auf der Erde kann man Beispiele finden, wo der Schattenwurf nicht parallel angeordnet ist. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Boden uneben ist.

Ein Mensch mit 90 Kilo Gepäck springt nicht hoch
Astronaut auf dem Mond Lupe
Nur unbeschwert springt es sich leicht
Unbeschwert laufen und hüpfen die Astronauten auf der Mondoberfläche. Doch für Kritiker springen sie nicht hoch genug - 40 bis 60 Zentimeter und damit nicht viel höher, als man auch auf der Erde springen könnte. Dies sei nicht vereinbar mit der geringeren Anziehungskraft der Mondes. Die Fallgeschwindigkeit dort beträgt 1,62 Meter pro Quadratsekunde- also rund ein Sechstel von der Fallbeschleunigungskraft der Erde mit 9,81 m/s2. Das, so die Gegenargumentation, sei ganz einfach erklärt. Das Gewicht verändert sich zwar, wird leichter, nicht aber die Masse der Gegenstände. Auch die Trägheit der Masse ist dieselbe, egal ob auf dem Mond oder auf der Erde. Man muss weniger Arbeit gegen die Anziehungskraft verrichten, aber trotzdem noch mit derselben Kraft die Masse in Bewegung setzen. Unterm Strich kann man deswegen auf dem Mond sechs Mal höher hüpfen als auf der Erde. Ein Mensch mit einem 80 bis 90 Kilo schweren Raumanzüge kann auf der Erde keine besonders hohen Sprünge machen.

Warum, fragen die Verschwörungstheoretiker, fotografieren denn die Amerikaner nicht einfach mit einem ihrer Hochleistungsteleskope die Landungsstelle mit den zurückgelassenen Gerätschaften der Apollo. Damit könne die Nasa doch alle Zweifel ausräumen. Dass es kein solches Foto gibt, wird als Beweis für eine Verschwörung gewertet, die den Menschen nur vorgaukelte, dass es eine Mondlandung gab. Dabei wird übersehen, dass sehr leistungsfähige Apparaturen wie das Hubble-Weltraumteleskop, Gegenstände auf dem Mond erst ab 60 Metern Größe abbilden könnte. Die Hinterlassenschaften der Amerikaner sind aber nur etwa zehn Meter groß.

Infografik
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nano spezial
Am 20. Juli 1969 um 21.17 Uhr landen die ersten Menschen auf dem Mond: Neil Armstrong und Edwin Aldrin. Sechs Stunden später, um 3.56 Uhr und 20 Sekunden betritt Armstrong als Erster den Erdtrabanten.
40 Jahre Mondlandung
Mit der Apollo-Mission 11 erfüllte sich ein Menschheitstraum
Schwerpunkt
Der Mond ist der am nächsten zur Erde gelegene Himmelskörper und einziger natürlicher Begleiter unseres Planeten. Seine mittlere Entfernung zur Erde beträgt 384.403 Kilometer, die geringste dabei nur 356.410.
Die Frage
"Ist die Nasa wirklich auf dem Mond gelandet?" und "Warum scheint die Flagge auf dem Mond auf den Aufnahmen zu wehen, wo doch der Mond keine nennenswerte Atmosphäre hat?" (zahlreiche Fragesteller)
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18.05.2007, zuletzt aktualisiert am 09.07.2009 / luhe / mp