Systembiologie: neues Forschungsnetz in der Schweiz
"SystemsX" soll Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen an die Spitze bringen
Seit kurzem gibt es in der Schweiz ein neues Forschungsnetz: "SystemsX" vereint Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen und soll sie europaweit an die Spitze der Systembiologen bringen.
Diese erforschen das Zusammenspiel der Gene im Körper. Die Sequenz des Erbmaterials ist zwar schon seit mehreren Jahren bekannt, sie allein kann jedoch noch nicht erklären, wie der Körper funktioniert. Erst wenn man weiß, wie Gene in Kombination wirken, kann man einen "Schaltplan" des Körpers erstellen. An der ETH Zürich untersuchen Biologen dafür Diabeteskranke Mäuse, analysieren den Proteinbestand ganzer Zellen oder forschen an Hefeorganismen. Dabei fallen enorme Datenmengen an. Informatiker verarbeiten die komplexen Informationen und fassen sie in Formeln. Mit ihrer Hilfe möchten die Wissenschaftler den untersuchten Organismus simulieren.
Mit diesen Modellen könnte man in Zukunft vielleicht voraussagen, wie bestimmte Organe auf Medikamente reagieren oder erklären, warum manche Menschen an Alzheimer erkranken, andere nicht.

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"Alle meine Gene" - Genomforschung und ihre Folgen

"Empfehlungen für die schweizerische Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik 2008-2011" (PDF) vom Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat

19.10.2006 / evbe / mp
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