Der Sandskink kann sogar seinen ganzen Körper in den Sand stecken
Kratzfeste Oberflächen dank Vorbild Sandskink
Siliziumverstärkte Zacken verringern die Reibung
Der weitgehend unbekannte Sandskink (Scincus scincus) dient Bionikern um Ingo Rechenberg von der Technischen Universität Berlin als Vorbild, um reibungsarme und kratzfeste Oberflächen zu entwickeln.
Der Sandskink kann sich durch den Sand bewegen. Sein Geheimnis sind feine querlaufende Zacken, die mit Silizium verstärkt sind und so nicht nur die Reibung herabsetzen, sondern auch den Widerstand verringern. Außerdem verringern die Grate die atomaren Anziehungskräfte. Knapp 1000 Mutationen waren notwendig, um die ideale Körperform und die Hautoberfläche im Lauf der Evolution zu entwickeln.

Dazu gehören auch durchsichtige Augenlider, mit denen es gleichzeitig die empfindlichen Sehorgane schützen und dennoch etwas sehen kann. Mit künstlicher Echsenhaut könnte man das Innere von Rohren überziehen, damit diese nicht verstopfen, wenn Schüttgut durch sie läuft, hofft Rechenberg.

Die Sandboa taucht mit Hautzähnchen im Sand
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Auch bei der Sandboa bietet die Haut den entscheidenden Vorteil
Drei Mikrometer große Zähnchengrate in den Hautschuppen der Sandboa (Gongylophis colubrinus) lassen diese in den Wüstensand eintauchen, hat die Max-Planck-Biologin Marie Christin Klein herausgefunden. "Diese fungieren quasi als Schienen. Die obere Schicht ist härter und unflexibler und die innere ist im Vergleich dazu weich und flexibel." So können die Hautschuppen der Sandboa Drücke von außen leicht abfedern. "Wären die Schuppen weich und biegsam, könnten sie die Sandkörner nicht in die richtige Position schieben. Wären sie hart und unelastisch, müssten die winzigen Zackenkämme im Sand sofort abbrechen."


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05.09.2006, zuletzt aktualisiert am 31.08.2009 / mp