Der Berliner Bioniker wendet die Regeln der Evolution in der Technik an: Warum die Natur bloß kopieren, wenn man gleich ihre Entwicklungsstrategie nachahmen kann? "Die Zutaten sind Mutation und Selektion", sagt er. So hat er einen optimierten Flügel entwickelt, indem er ihn zufällig in kleinen Schritten veränderte - und seine "Fitness", wie die Biologen sagen würden, im Windkanal getestet hat. Erfolgreiche Flügel"mutanten" hat er weiter entwickelt. Sie hatten quasi Nachkommen. 345 Millionen Möglichkeiten gab es, doch das Optimum war stets in 200 Schritten erreicht. In Technik und Natur sind kleine Schritte deshalb effizient, weil so auch Fehler stets nur klein bleiben.