Unterhaltungsroboter aus Japan erobern Europa nicht
Humoide Roboter, künstliche Hunde und Maschinen für den Einsatz im Krieg
Qrio, der humanoide Roboter von Sony, ist ein Alleskönner: Er tanzt, rennt, spricht und dirigiert sogar Konzerte. In dem kleinen Maschinen-Mann aus Japan steckt modernste Roboter-Technik. Mit dem humanoiden Roboterprojekt will Sony die Interaktion zwischen Mensch und Maschine weiter fördern. Deshalb entwickeln sie auch einen sympathisch aussehende Roboter statt einer kühlen Maschine. Auch der Asimo von Honda ist eine technische Meisterleistung, die sogar rennen kann.
Brandneu, aber weit weniger sympathisch ist ein Kriegsroboter der US-Armee, der künftig anstelle von Soldaten in Kriegen kämpfen soll. Die technikbegeisterten Japaner setzen hingegen weniger auf Nützlichkeit und eher auf Unterhaltung. Roboterhund Ibo, der Vorgänger von Qrio, wirkt zwar in den Bewegungsabläufen etwas ungelenk, findet und schnappt sich seinen Hundeknochen aber immerhin selbstständig.
Dennoch sind die Entertainment-Roboter aus Japan noch weit davon entfernt, den europäischen Alltag zu erobern. Doch die Japaner sind davon überzeugt, dass Roboter schon bald den Menschen ersetzen könnten. Anwendungsgebiete sehen sie in der Hilfe in Altersheimen oder als Kollege, mit dem man einen Fernsehabend verbringt. Der Schweizer Robotik-Experte Rolf Pfeiffer hält einen partnerschaftlichen Umgang mit Robotern allerdings auch in Zukunft für eine Illusion.

Künstliche Menschen: Roboter zu Lande

"Qrio's Technology" (engl.)
"Asimo's Technology" (engl.)

Robots and Beyond
Künstlicher Muskel für Roboter
Roboterkulturen

07.11.2005 / mm
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