Klonpferde können auf natürliche Weise Fohlen zeugen
Zuchtorganisationen investieren viel Geld in das Erbmaterial erfolgreicher Wallache
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Das Klonpferd Pierazade de Vialaret hat auf natürliche Weise ein Fohlen bekommen. Für die Forscher ist das der Beweis, dass Klonen das Erbgut kastrierter Pferde wie des Wallachs Peraz wieder in die Zucht zurückbringen kann. Mutter war die Stute Dziupla. "Die Gefahr ist die gleiche wie bei der künstlichen Besamung: zu viele Nachkommen aus einer genetischen Linie", räumt Palmer ein. "Hier sind die Zuchtorganisationen gefordert, um Regeln zu schaffen, die solche Nachteile ausschließen."
Junge Springpferde werden meist bereits in frühen Jahren kastriert. Wenn sie sich später als Champions erweisen, ist keine Reproduktion mehr möglich. 300.000 Euro kostete die "Herstellung" des Klons.
März 2008 kam Klonpferd-Fohlen "Pegaso" zur Welt
Materialsammlung für tierische Reproduktionsmedizin
Der erste Sohn eines Klonpferds ist der Hengst Pegaso, der Mitte März 2008 in Italien zur Welt gekommen ist. "Dass das erste geklonte Pferd auf ganz natürlichem Weg ein Fohlen bekommen hat, beweist, dass auch geklonte Tiere ganz normale Tiere sind", sagte die Wissenschaftlerin Giovanna Lazzari. Lazzari arbeitet zusammen mit dem bekannten italienischen Klonforscher Cesare Galli am Labor für Reproduktionstechnik im norditalienischen Cremona. Pegasos Vater sei der Haflingerhengst Abendfürst, mit dessen Samen die Stute Prometea befruchtet wurde, hieß es. Die Schwangerschaft sei ganz normal verlaufen, "und auch Prometeas Verhalten gegenüber dem Fohlen ist ganz normal".
"Es geht uns nicht darum, eine Kopie eines erfolgreichen Pferdes zu erschaffen, sondern wir möchten einfach, dass solche Champions ihr Erbgut an künftige Generationen weitergeben können", erklärte Lazzari. Prometea war 2003 als weltweit erstes Klonpferd in Italien geboren worden. Das Erbmaterial stammt von der Stute, die das Fohlen auch ausgetragen hatte. Prometea ist daher die genetische Zwillingsschwester ihrer Mutter.
Die Namen der beiden Pferde stammen aus der griechischen Mythologie: Prometheus knetete aus Lehm die ersten Menschen und brachte ihnen das Feuer. Der geflügelte Pegasus ist das Himmelsross, das durch seinen Hufschlag die Dichterquelle Hippokrene zum Sprudeln brachte.


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Auf dem Rücken der Pferde und unter den Hufen


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29.08.2005, zuletzt aktualisiert am 04.11.2008 / mp
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