Pilze im Boden helfen Pflanzen in den Hochgebirgen
Basler Biologen setzen auf für viele höhere Pflanzen unentbehrliche Mykorrhiza
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Basler Biologen um Andres Wiemken haben Skipisten begrünt, indem sie sie mit Mykorrhiza-Pilzen beimpft haben: "Mykorrhiza ist eine Symbiose zwischen Pflanze und Pilz und eine der wichtigsten Symbiosen der Welt. Die Pilze helfen der Pflanze, Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen, und die Pflanze füttert sie direkt mit Photosynthese-Produkten." Der Pilz erhält von der Pflanze Kohlehydrate, die Pflanze vom Pilz Nährstoffe wie Phosphor. Der Pilz ersetzt den Pflanzen die Wurzelhaare.
"Die große Herausforderung liegt darin, dass in der sehr kurzen Vegetationszeit bei diesen Klimabedingungen und diesen mageren Böden überhaupt etwas wachsen kann", schildert der Landschaftsarchitekt Martin Streit. An den Wurzeln der gleichen Pflanzen finden sich je nach Standort unterschiedliche Pilze, die ihren Wirtspflanzen jeweils den optimalen Nährstoff-Cocktail liefern, hat der Basler Botanik Fritz Öhl herausgefunden. Bislang konnte Öhl 60 für das Pflanzenwachstum relevante Pilzarten bestimmen.
In Österreich verwendet man die Methode, um gefährdeten Pflanzen einen besseren Start bei der Wiederansiedelung zu ermöglichen. Indem die Salzburger Botanikerinnen Birgit Fuchs und Cornelia Moser im Labor die Pflanzenwurzeln zerkleinern und die DNA aus den Wurzeln isolieren, erfahren sie, welche Pflanze mit welchem Pilz vergesellschaftet ist. Zur Rettung bedrohter Pflanzenarten müsste man die Sporen beziehungsweise die Pilzpartner vermehren und die Pflanze dann damit beimpfen.


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18.08.2005, zuletzt aktualisiert am 17.12.2008 / mp
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