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Wissenschaftler: Die komplette Art könnte verschwinden
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Weltweit wird der Bestand von Ursus maritimus im Nordpolargebiet auf 20.000 bis 25.000 Tiere geschätzt. Wissenschaftler fürchten, dass davon in wenigen Jahrzehnten ein Drittel verschwunden sein könnte. Polarbiologen von der Universität Alberta in Kanada befürchten, dass die Eisbären in etwa 100 Jahren ausgestorben sein könnten. Die Forscher beobachteten, dass die Polarbären Eisschollen zur Fortbewegung nutzen; die Tiere gelangen so von ihren Höhlen zu den Jagdrevieren. Die steigenden Temperaturen lassen jedoch die Eisschollen schmelzen und gefährden damit die Überlebenschancen der Eisbären.
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Eisbären haben geringe Chancen, ein Jahr alt zu werden
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Der Nachwuchs muss hungern © ap
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Solheim sagte, die Belastungen für die Eisbären hätten sich mit den neuesten Erkenntnissen über den Klimawandel durch CO2-Emissionen als noch schwerwiegender erwiesen als früher angenommen. Junge Eisbären in Alaska haben deutlich geringere Chancen, ihr erstes Lebensjahr zu überstehen als früher. Während in den frühen 1990er Jahren 65 Prozent der Jungen älter als ein Jahr wurden, ist die Rate seit 2001 auf 43 Prozent gesunken. "Wir können nicht definitiv sagen, dass unsere Beobachtung eine Folge der Veränderungen des Treibeises ist, aber wir wissen nicht, was es sonst sein sollte", sagte Steven Amstrup.
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Eisschmelze könnte Eisbären zum Kannibalismus treiben
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Die Eisschmelze im Polarmeer könnte Eisbären dazu treiben, sich gegenseitig zu fressen, befürchten US-amerikanische und kanadische Forscher. Die Wissenschaftler entdeckten, dass sich Eisbären auch gegenseitig auffressen - offenbar aus Hunger. Zwar kann es vorkommen, dass die mächtigen Säugetiere sich gegenseitig töten, jedoch geschieht dies nur zur Regulierung der eigenen Population oder bei Rangkämpfen.
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Eisbären werden Zwitter: Umweltgift auf den Arktischen Inseln
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Umweltchemikalien tun ihr übriges © ap
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Zudem gefährden Umweltgifte den Bestand: Forscher im arktischen Svalbard haben herausgefunden, dass jeder hundertste Bär Hermaphrodit ist, also die Sexualorgane beider Geschlechter besitzt. Vermutlich kommt der Effekt dadurch zustande, dass die Wildtiere PCBs (polychlorierten Biphenylen) ausgesetzt sind, die ihr Immunsystem schädigen. Das wurde auch an anderen Wildtieren in allen Teilen der Welt beobachtet, wenngleich das auf den Arktischen Inseln zwischen Norwegen und Nordpol bis vor einem Jahrzehnt unbekannt war.
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 An dem Treffen in Tromsø nördlich des Polarkreises nehmen Regierungsvertreter aus Norwegen, Dänemark einschließlich Grönland, den USA, Kanada sowie Russland teil. Diese Staaten hatten 1973 ein Abkommen zum Artenschutz für Eisbären vereinbart, mit dem vor allem die Jagd als Bedrohung für den Artenbestand unterbunden werden sollte. |  |
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