Wale sind in
Eine Schweizerin am Tummelplatz der Wale
Katharina Heyer beobachtet Gibraltar-Meeressäuger
Lange war die Straße von Gibraltar für Biologen kein Thema - bis eine Modedesignerin kam. Katharina Heyer machte den Walschutz zum Lebenszweck und bringt Touristen die Tiere beim"Whalewatching" näher.
Kinostart / Trailer
Die Naturschützerin Katharina Heyer führt einen einsamen und wohl auch aussichtslosen Kampf, den Regisseur Daniele Grieco einfühlsam filmisch begleitet hat: In der nährstoffreichen und von etlichen Walen bewohnten Straße von Gibraltar kreuzen täglich mehr als 300 Tanker und Frachter. Sie verletzen und töten die Tiere mit ihren Schiffschrauben, oder die Wale sterben weil sie den Plastikmüll fressen, der von den Besatzungen über Bord geworfen wird. Die übermäßige Befischung der Gewässer raubt den Tieren zudem ihre Nahrung, sie sind vom Aussterben bedroht. Heyer hat 1998 eine Stiftung gegründet, um dem allen den Riegel vorzuschieben, vergebens. Auch ihr Versuch, ein Walhospital für verletzte Tiere einzurichten, scheiterte an der Verzögerungstaktik der Behörden und trieb die Schweizerin in den finanziellen Ruin. Heute hat sie zwar einen neuen Investor gefunden, doch ihre Zukunft ist unsicher. Die Doku verzichtet auf Horrorbilder sondern zählt nüchtern die Fakten auf. Dies wirkt umso eindringlicher. (The Last Giants - Wenn das Meer stirbt, Deutschland 2009, 90 Min., FSK ab 6, von Daniele Grieco)
06.11.2003, zuletzt aktualisiert am 17.09.2009
/
mm, mp