Schwerpunkt Übergewicht
Diäten können auch Nebenwirkungen haben, wie Forscher festgestellt haben
Forschen gegen Fett
Gesunde Ernährung und Sport helfen am besten
40 Prozent der Erwachsenen leiden in Deutschland an Übergewicht. Ursache sind das Essen - und vielleicht auch die Gene?
Dicker Bauch gefährlich
Ein großer Taillenumfang erhöht nach einer US-amerikanischen Studie das Sterblichkeitsrisiko auch bei Menschen mit Normalgewicht.
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Schlankheitspillen - Keine Wirkung
Menschen mit Gewichtsproblemen geben oft viel Geld für Schlankheitsmittel aus, die nicht den geringsten Nutzen haben.
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Die häufigsten Vorurteile über die "Pfunde zuviel"
"Was man bisher als Übergewicht bezeichnet hat, ist eigentlich das Normalgewicht", sagt die Hamburger Ärztin Prof. Ingrid Mühlhauser. "Das ist nämlich das Gewicht mit der höchsten Lebenserwartung."
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Tbc1d1 gegen Diabetes und gegen Übergewicht
Potsdamer Wissenschaftler haben ein mutiertes Gen entdeckt, das vor Übergewicht und Diabetes schützen kann. Mäuse blieben bei den Versuchen trotz fettreicher Kost schlank und vor Diabetes geschützt.
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"Abnehmen geht nur mit verändertem Essverhalten"
Wer abnehmen wolle, müsse vor allem das Essverhalten ändern, meint der Münchner Ernährungswissenschaftler Prof. Volker Schusdziarra. "Dann haben wir auch langfristig eine Chance, dass wir das Gewicht unten halten. Wir werden satt durch die Menge, die wir essen, nicht aber durch den Kaloriengehalt im Essen", erläutert Schusdziarra. "Es war in der Entwicklungsgeschichte des Menschen nie notwendig, dass der Körper die Kalorien misst, weil wir immer im Energiedefizit gelebt haben."
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"Menschen gefährden sich mit Schlankheitspillen"
"Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, aber auch gesunde Personen begeben sich mit Schlankheitspillen in große Gefahr", sagt Carl-Friedrich Theill von der Stiftung Warentest. "Es kann Abhängigkeit, Bluthochdruck oder Herz-Kreislaufprobleme geben." Bei 16 getesteten Abnehmmedikamenten hat er zahlreiche Mängel gefunden. "Entweder haben wir sehr wenig der Substanz gefunden oder eine sehr hohe Dosierung." So sei Sibutramin doppelt so hoch wie in Deutschland üblich dosiert gewesen.
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Schlanke Mitarbeiter für japanische Unternehmen
Unternehmen in Japan drängen mit Pfllichtwiegen und Fitnessprogrammen darauf, dass ihre Mitarbeiter schlank sind. Für Übergewichtige müssen sie bald einen höheren Beitrag für die Krankenversicherung zahlen.
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Wie die Mutter so die Tochter - Fettleibigkeit
Fettleibigkeit überträgt sich häufiger auf Nachkommen des gleichen Geschlechts. Englische Forscher aus Plymouth haben in einer Studie 226 Familien beobachtet. Bei dicken Müttern waren auch die Töchter dick.
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Fettgene bei Mann und Frau unterschiedlich
Drei neue Genorte für die zentrale Fettleibigkeit haben Forscher aus Innsbruck und Oxford entdeckt. "Einer der Geneffekte, den wir gefunden haben, tritt nur bei Frauen auf", erklärt Prof. Iris Heid.
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Übergewicht tritt in reichen und armen Ländern auf
Übergewicht ist nicht nur ein Problem der so genannten "reichen" Staaten, sondern greift zunehmend auch auf ärmere Länder über. Der Trend zu salz-, fett- und zuckerreichem Essen erfasst diese Länder ebenso wie derjenige zu mangelnder Bewegung durch moderne Arbeitsmethoden, den öffentlichen Nahverkehr sowie die Verstädterung. Nach Einschätzung der Weltgesundheits-Organisation (WHO) könnte die Zahl der Übergewichtigen bis 2015 auf 1,5 Milliarden Menschen steigen.
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"Die Wüstenpflanze Hoodia hilft nicht Abnehmen"
Die deutsche Adipositas-Gesellschaft rät davon ab, Hoodia-Präparate zum Abnehmen einzunehmen: Es gebe keine Studien, die die Wirksamkeit belegen, und Hoodia ist weder als Arznei- noch als Lebensmittel in Deutschland zugelassen. Dennoch will Unilever das Produkt 2009 auf den Markt bringen. Immerhin: Das sei ein Fall, bei dem traditionelles Wissen honoriert werde, sagt Frank Barsch, Artenschutzexperte der Umweltstiftung "World Wide Fund for Nature" (WWF).
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Kölner Grundschulen geben Unterricht in Abnehmen
Das "Chilt"-Projekt (Children’s Health Interventional Trial) der Deutschen Sporthochschule Köln will mit Präventions- und Therapiemaßnahmen der steigenden Zahl übergewichtiger und bewegungsarmer Kinder entgegenwirken. Mitarbeiter der Projekts begleiten Grundschulen in Köln vier Jahre lang. "Extremes Übergewicht kann bei Kindern und Jugendlichen zu den gleichen Krankheiten führen wie im Erwachsenenalter", erklärt Dr. Christine Graf vom Institut für Sportmedizin in Köln.
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Auch Südeuropäer werden immer dicker
Wegen veränderter Ernährungsgewohnheiten steigt auch in Südeuropa die Zahl der Fettleibigen. Die Menschen rund um das Mittelmeer äßen immer mehr fettere Speisen und Fast Food, so die Welternährungsorganisation (FAO). In den 40 Jahren bis 2002 habe die tägliche Kalorienzufuhr in Ländern wie Griechenland, Italien und Spanien um 30 Prozent zugenommen gegenüber 20 Prozent in Nordeuropa. Griechenland sei nun das EU-Land mit den meisten Übergewichtigen und Fettleibigen.
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Gehirn kontrolliert die Fettspeicherung im Körper
Das Gehirn kontrolliert die Fettspeicherung nicht nur über die Wahrnehmung von Hunger und Sättigung. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationalen Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Wie die Forscher erstmals auf molekularer Ebene an Nagern nachwiesen, reguliert das Melanocortin-System, ein neuroendokriner Regelkreis im Gehirn, wie viel Zucker in Fett umgewandelt, in Fettzellen gespeichert oder im Muskel verbrannt wird.
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Mäuse verloren im Winterschlaf überflüssige Pfunde
Wissenschaftler der "Texas Houston Medical School" haben eine spezielle Substanz entdeckt, die Mäuse künstlich in eine Art Winterschlaf versetzt. In diesem Winterschlaf-ähnlichen Zustand fuhren die Tiere ihren Stoffwechsel herunter und stellten ihn auf verstärkte Fettverbrennung um.
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Oft können sich Schulkinder nur ungesund ernähren
Das Fach "Ernährungskunde" soll den 1000 Schülern der Katharina-Henoth-Gesamtschule beibringen, Lebensmittel einzuordnen und ungesundes oder fettes Essen zu erkennen. In der Pause strömen die Kinder dann aber zum Schulkiosk, um sich mit Frühstück einzudecken - die einzige Einkaufsmöglichkeit. Dort verkaufen sich belegte Brötchen, Muffins und Croissants gut, während Äpfel und Möhren als Ladenhüter liegenbleiben. In der zweiten großen Pause bietet der kommerziell betriebene Kiosk Fastfood an.
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Schnupfenvirus kann Fettleibigkeit auslösen
Ein weit verbreitetes Schnupfenvirus kann einige Menschen eine Studie zufolge fettleibig machen. Forscher haben das Adenovirus-36 (Ad-36) schon länger in Verdacht, zum Übergewicht beizutragen. Die Studie bestätigte jetzt, dass dies Virus ruhende Stammzellen im Fettgewebe des Körpers zu Fettzellen verwandeln kann. Damit dürfte Fettleibigkeit bei einigen durch eine Erkältung, Hals- oder Bindehautinfektion im Auge ausgelöst werden, sagte Magdalena Pasarica von der Staatlichen Universität von Louisiana.
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Leibniz-Preisträger: Fettleibigkeit beginnt im Hirn
Starkes Übergewicht und Fettleibigkeit beginnen nach Einschätzung des Kölner Forschers und diesjährigen Leibniz-Preisträgers Prof. Jens Claus Brüning im Gehirn. "Bei 95 Prozent der übergewichtigen Menschen bekommt das Gehirn nicht das Signal, dass genug Energie vorhanden ist und keine weitere Nahrungsaufnahme nötig ist." Das erklärte der Internist vom Institut für Genetik der Kölner Universität.
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Knochen produzieren Insulin-regulierendes Hormon
Auch Knochen produzieren ein Hormon. Der Botenstoff Osteocalcin spielt eine wichtige Rolle zur Vorbeugung von Diabetes, haben Gerard Karsenty von der Columbia-Universität in New York und seine Kollegen entdeckt. Das vom Skelett abgesonderte Osteocalcin reguliere den Blutzucker und die Anlage von Fettpölsterchen.
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"Altersdiabetes" tritt bei Kindern verstärkt auf
Etwa ein Prozent aller übergewichtigen Kinder leiden unter Diabetes Typ 2: Diese Krankheit wird auch Altersdiabetes genannt, weil sie früher ausschließlich alte Menschen betraf. Seit 2002 lässt sich auch bei Kindern ein starker Anstieg der Altersdiabetes feststellen. Dabei hat sich gezeigt, dass der Bauchumfang einen Hinweis auf die Krankheit liefert, denn gerade das Fettgewebe am Bauch steigert das Risiko für Diabetes Typ 2. Die von den Fettzellen produzierten Botenstoffe gelangen mit dem Blut zu anderen Zellen.
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Neuropeptid Y steuert die Fettproduktion bei Mäusen
US-amerikanische und slowakische Forscher haben einen Wirkstoff entdeckt, mit dem sich die Produktion von Fett gezielt steuern lässt. Bislang haben sie das Neuropeptid Y allerdings nur an Mäusen getestet. Die Wissenschafter spritzen Mäusen Neuropeptid Y in bestimmte Körperstellen und beobachteten daraufhin eine gesteigerte Fettproduktion an diesen Stellen. Andersherum konnten sie aber auch den Rezeptor für den Botenstoff blockieren - die Mäuse sammelten in den jeweiligen Körperteilen kein Fett an.
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Nach dem Essen sollst du wirklich 1000 Schritte tun
Treiben Menschen direkt nach dem Essen Sport, bremst das ihren Hunger auf die nächste Mahlzeit. Der Grund sind Botenstoffe, die bei körperlicher Anstrengung ausgeschüttet werden und dem Gehirn signalisieren, dass der Magen gefüllt ist. Laut Wissenschaftlern der englischen Universität von Surrey ist damit die Befürchtung widerlegt, dass die positive Wirkung von Sport aufgehoben wird, wenn man anschließend mehr isst. Zwar hätten die sporttreibenden Probanden tatsächlich etwas mehr Essen zu sich genommen.
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Kampf gegen Übergewicht mit "Fett-Steuer"
Mit einer "Fett-Steuer" auf ungesunde Lebensmittel und mehr Sportunterricht wollen Politiker und Mediziner dem Übergewicht vieler Deutscher zu Leibe rücken. Fachpolitiker von CDU und SPD wollen nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) dazu bewegen, den Mehrwertsteuersatz etwa für Süßigkeiten auf 19 Prozent zu erhöhen. Bislang gilt für die meisten Lebensmittel der ermäßigte Satz von 7 Prozent. Fast zwei Millionen Kinder gelten in Deutschland als übergewichtig.
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Aktionsplan gegen Übergewicht ist noch unkonkret
Die Verbraucherzentralen halten das Aktionsprogramm der Bundesregierung gegen Übergewicht nicht für ausreichend. "Es fehlen alle konkreten Aussagen", sagte die Chefin des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Edda Müller in Berlin. Die Ausnahme ist der Plan, sich auf EU-Ebene für eine verständliche Nährwertkennzeichnung einzusetzen. "Ich hätte mir gewünscht, dass etwas gesagt wird zum geplanten Präventionsgesetz und regelmäßigen Gesundheits- Untersuchungen in Schulen."
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Deutsche sind im Vergleich die dicksten Europäer
In der Bundesrepublik wiegen drei Viertel der Männer und mehr als die Hälfte der Frauen zu viel, wie eine Studie der "International Association for the Study of Obesity" (IASO) ergab. Damit weißt das Land bei beiden Geschlechtern die höchste Übergewichtigenrate von allen EU-Staaten auf und liegt im weltweiten Vergleich mit den USA gleichauf.
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