Milbe auf Bienenlarven Video
Für Bienenlarven bedeutet eine winzige braune Milbe den sicheren Tod
Tödliche Parasiten
Säure soll Bienen vor der Varroa-Milbe schützen
85-prozentige Ameisensäure bekämpft die für Bienen tödliche Varroa-Milbe, ohne dass sie den Bienen gefährlich wird.
"Damit erreichen wir einen Behandlungserfolg von mehr als 80 Prozent", sagt Dr. Stefan Berg vom Fachzentrum Bienen in Veitshöchheim. "Das ist durchaus eine Größenordnung, bei der die Völker auch wirklich eine Chance haben, damit überleben zu können."

Forscher in Berlin experimentieren mit Oxalsäure
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Eine Säure soll Bienen vor der Milbe schützen
Bienenforscher an der Freien Universität Berlin experimentieren hingegen mit Oxalsäure. "Das ist die Substanz, die uns zukünftig helfen wird, die Bienenvölker mit ihrem hohen Nutzen für die Allgemeinheit zu erhalten", sagt die Biologin Eva Rademacher. Forscher um Prof. Robin Moritz von der Uni Halle-Wittenberg haben auf Gotland Bienen entdeckt, die gegen den Befall durch die tödliche Varroa-Milbe resistent sind. Die Forscher vermuten 95 Prozent der Resistenz auf drei Genen. "Wenn wir die Gene haben, haben wir ein molekularisches, züchterisches Werkzeug, mit dem jeder Imker in seinem Bienenvolk nachschauen kann, ob diese Resistenzgene enthalten sind."

Die Zahl der Bienenvölker in Deutschland geht seit Jahren stark zurück. Während es 1989 allein in Brandenburg noch gut 140.000 registrierte Bienenvölker gab, waren es 2003 nur noch gut 15.000. Der Rückgang hat viele Gründe: Auch andere Krankheiten und ein Mangel an Imkern sind dafür verantwortlich. Ein Ausfall der Biene als Honigproduzentin und vor allem als Bestäuberin von Nutz- und Wildpflanzen hätte ernste Konsequenzen für das ökologische Gleichgewicht.

Der Pilz Nosema kann Bienenvölker schwächen
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Forscher suchen nach einem natürlichen Feind gegen den Pilz
Auch der Pilz Nosema kann für Ausfälle bei Honigbienen sorgen. Der Pilz führt zu Durchfall bei den Bienen, der sie stark schwächen oder gar töten kann. Wissenschaftler vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf suchen gezielt nach natürlichen Wirkstoffen, die den Erreger abtöten können. "Wir sind sehr optimistisch, weil wir mit unserem System tausende von Substanzen untersuchen können auf ihre Tauglichkeit", sagt die Biologin Dr. Elke Genersch. "Unter dieser Vielzahl wird eine Substanz sein, die wirksam ist."

Elektrostatische Anziehung gegen Varroa-Milbe
Mit kleinen Partikeln und elektrostatischer Anziehung wollen britische Wissenschaftler nicht nur der Varroa-Milbe Herr werden, sondern auch anderer Insekten. "Wenn die äußere Hülle eines Insekts positiv aufgeladen ist und sich in der Nähe etwas negativ Geladenes befindet, dann ziehen sich die beiden an", erklärt der Insektenforscher Prof. Philip Howse von der Universität Southampton. Ein negativ geladenes Puder aus feinsten Wachspartikeln verklebt den gesamten Insektenkörper. Es besteht aus Pflanzenwachs und einem natürlichen Pflanzenöl.

Die Honigbienen tragen das Pulver mit dem Wirkstoff in den gesamten Bau und verteilen ihn dort. Die Bienen säubern sich schnell - an den Milben bleibt das Pulver kleben. "Wir führen in den Bau ein natürliches Produkt ein, das auch oft als Geschmacksverstärker benutzt wird. Für Menschen oder Bienen ist es völlig ungiftig. Doch für die Varroa-Milben ist es hochtoxisch."

Bienen im Fokus
Fleißig, aber nicht schlau
Fleißig ist die Honigbiene (Apis mellifera), und für ein Insekt intelligent, so meint der Volksmund. Falsch, meint die Wissenschaft.
Glossar
Varroa destructor
Die Milbe Varroa destructor ist an das Leben im Bienenvolk sehr gut angepasst. Sie befällt Arbeiterinnen und Drohnen sowie deren Brut.
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