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Bei Apollo 17 führten Geologen Experimente durch und nahmen Bodenproben
Sowjetunion und USA waren lange Zeit Rivalen
1975 begann die Kooperation beider im Weltraum
Die Funksignale des sowjetischen Weltraumsatelliten "Sputnik" versetzten am 4. Oktober 1957 die Weltöffentlichkeit in helle Aufregung.

Was Anfang Oktober 1957 im Westen als "Sputnik-Schock" in die Annalen einging, wurde im Ostblock euphorisch gefeiert. Dieser erste Sprung ins All löste in den folgenden Jahren zwischen den damals verfeindeten Supermächten USA und UdSSR einen dramatischen Wettlauf aus, der zwölf Jahre später mit dem Sieg der Amerikaner enden sollte.

Sowjetunion schickte Sonden "Luna" zum Mond
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Der Wettlauf zum Mond hielt die Welt viele Jahre in Atem
Schon Ende 1957 nur wenige Wochen nach den aufsehenerregenden Starts der Sputrniks kündigten die Sowjets auf einer großen internationalen Pressekonferenz in Moskau an, dass man nun den Mond aufs Korn nehmen werde. Ein gutes Jahr später, in der Nacht vom 2. zum 3. Januar 1959 meldete die amtliche sowjetische Nachrichtenagentur TASS, dass die Sowjetunion eine Rakete zum Mond geschossen habe. "Luna 1" war die erste unbemannte Sonde, die nach 34 Stunden Flug den durchschnittlich 384.400 Kilometer entfernten Erdtrabanten erreichte. Sie passierte ihn am 4. Januar in rund 6000 Kilometer Entfernung.

Die 1472 Kilogramm schwere Sonde, die letzte Stufe einer Mehrstufen-Rakete mit ihrem Instrumenten-Einbau, hatte soviel Geschwindigkeit, dass sie am Mond vorbeisauste und in eine elliptische Bahn um die Sonne einschwenkte. Die Sowjets ernannten sie zur Sonnensonde und bestritten energisch, dass man den Mond habe treffen wollen. Westliche Experten indessen hielten einen Fehlschuss für wahrscheinlich, denn, so argumentierten sie, was hätte wohl sonst der Wimpel an Bord und die nur für kurze Dauer ausgelegten Sender und Stromquellen für einen Sinn haben sollen, wenn nicht einen Einschlag auf dem Erdtrabanten.

Aber die technische und wissenschaftliche Leistung der Sowjetunion brauchte sich auch so nicht zu verstecken. Zum ersten Male war ein kosmischer Flug von der Erde zu einem anderen Himmelskörper unternommen worden. "Luna 1" hatte die Ära interplanetarischer Flüge eingeleitet und den Start bemannter Raumschiffe in den Bereich des möglichen gerückt. Mit einem Seitenhieb auf den US-amerikanischen Weltraum-Konkurrenten hieß es damals in Moskau, dass die Sowjetunion den USA sowohl hinsichtlich der verwendeten Treibstoffe wie des verwendeten Materials und des Lenksystems überlegen sei.

Erste amerikanische Versuche waren nicht gelungen
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Die US-Amerikaner arbeiteten lange an der Mondlandung
Vier von den US-Amerikanern versuchte Mondschüsse waren zuvor misslungen. Beim ersten überhaupt versuchten Start zum Mond am 17. August 1958 mit der US-amerikanischen "Thor-Able 1" war die Trägerrakete in 20 Kilometer Höhe explodiert. Bei den anderen amerikanischen Unternehmungen desselben Jahres hatte einmal die dritte Raketenstufe nicht gezündet, während zweimal nur Entfernungen von etwa 100.000 Kilometer auf dem Weg zum Erdtrabanten zurückgelegt wurden.

Bevor die Amerikaner dann aber den Sowjets mit Beginn ihrer Serie bemannter Mondlandungen durch die Flüge der "Apollo"-Raumschiffe von 1968 bis 1972 den Rang abliefen, konnte die Sowjetunion noch eine ganze Reihe von beachtlichen Erstleistungen am Erdtrabanten erzielen. So gelang ihr am 13. September 1959 mit "Luna 2" die erste harte Landung auf dem Mond, während "Luna 3" im Oktober desselben Jahres die ersten, wenn auch noch unvollkommenen Aufnahmen von der stets der Erde abgewandten Rückseite des Mondes lieferte.

Auch mit der ersten weichen Landung schrieben sich die Sowjets in das Buch der Ersterfolge ein. Am 31. Januar 1966 ging die 100 Kilogramm schwere Kapsel von "Luna 9" im Oceanus Porcellarum nieder und funkte ein fotografisches Panorama von der Landestelle zur Erde zurück. Kurz darauf, am 31. März 1966, startete "Luna 10", um sich als erster künstlicher Satellit in eine Bahn um den Erdbegleiter einzusteuern.

Das Raumfahrzeug kam bis auf 350 Kilometer an die Mondoberfläche und arbeitete zwei Monate erfolgreich in der Umlaufbahn. Noch einmal hatten die Sowjets damit die Nase vorn, bevor die Amerikaner mit ihrem berühmten Weihnachtsflug im Dezember 1968 erstmals Menschen um den Mond kreisen ließen und dann endgültig mit der Landung der Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin auf dem Mond am 20. Juli 1969 den Russen für lange Zeit die Schau stahlen.

Am 20. Juli 1969 betrat Neil Amstrong den Mond
Armstrong auf dem Mond Lupe
Neil Amstrong betrat 1969 als erster Mensch den Mond
Am 20. Juli 1969 betrat der US-Astronaut Neil Armstrong (Apollo 11) als erster Mensch den Mond. "Ein kleiner Schritt für den Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit", sprach er in sein 380.000 Kilometer von der Erde entferntes Helmmikrofon - ein Satz für die Unsterblichkeit. Dabei hatte anfangs zweifellos die Sowjetunion die Nase vorn. Sämtliche Rekordmarken gingen an den USA vorbei: Erstes Lebewesen im All (die Hündin Laika, November 1957), erster Mensch im All (Juri Gagarin, April 1961), erste Frau im All (Valentina Tereschkowa, Juni 1963) und der erste Weltraumspaziergang (Alexei Leonow, März 1965).

Die Amerikaner hatten unverdrossen an ihrem Programm der bemannten Mondlandung festgehalten. Dieses Ziel hatte US-Präsident John F. Kennedy verkündet: "Ich meine, dass diese Nation sich verpflichten sollte noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und ihn unversehrt zur Erde zurückzubringen", erklärte er am 25. Mai 1961.

Die Euphorie der Amerikaner über die "Eroberung" des Mondes hielt nicht lange an. Erst als Apollo 13 haarscharf einer Katastrophe entkam, weil ein Sauerstofftank im Servicemodul explodiert war, flammte das Interesse der Öffentlichkeit noch einmal auf.

Mit Apollo 17 endete die Zeit der Mondmissionen
Am 7. Dezember 1972 - waren drei amerikanische Astronauten zur bislang letzten Mondreise ins All gestartet. Mit ihrer Rückkehr in der Apollo 17 endete zwölf Tage später eine Ära der US-amerikanischen Raumfahrtgeschichte, die 1969 begonnen hatte. Die Astronauten hätten den Mond auf ihrer historischen Reise beinahe verpasst, enthüllte ein Buchautor später. Als die Bodenkontrolle eine nötige Kurskorrektur anordnete, herrschte im Raumschiff Funkstille - die Astronauten hatten starke Schlafmittel genommen. Erst beim dritten Abspielen einer lauten Hymne regte sich wieder etwas im Cockpit der Apollo, die dann mit eineinhalbstündiger Verspätung auf die Mondumlaufbahn einschwenkte.

Die Apollo 17 hob am 7. Dezember 1972 um 8.33 Uhr vom John F. Kennedy Space Center in Florida ab. Nach vier Tagen setzte sie auf dem Mond auf. Eugene Cernan, Ronald Evans und Harrison Schmitt, der erste Geologe auf dem Mond, führten zahlreiche Experimente durch. In 75 Stunden legten sie 35 Kilometer mit dem Mondauto zurück. Die Apollo 17 wasserte fünf Tage vor Weihnachten im Pazifischen Ozean.

Das öffentliche Interesse war längst nicht mehr so groß wie zu Beginn der Monderoberung, als weltweit Millionen die Landungen vor dem Fernsehschirm verfolgten. Die Amerikaner waren mit dem Vietnam-Krieg beschäftigt, und wegen der Milliardenausgaben für den Krieg waren drei weitere geplante Marsmissionen bereits gestrichen worden. Insgesamt landeten sechs Apollos auf dem Mond. Zwölf Astronauten betraten die Oberfläche des Erdtrabanten.

Bereits vor dem Fall des "Eisernen Vorhangs" begann dann das Zeitalter der internationalen Kooperation im All. Im Juli 1975 kam es zu einem Andock-Rendezvous zwischen einer sowjetischen Sojus- und einer amerikanischen Apollo-Kapsel im Erd-Orbit. Am 3. Februar 1995 wurde die russische Raumstation "Mir" von einem US-Space-Shuttle mit Nachschub versorgt. An der internationalen Raumstation "ISS" sind beide Nationen gemeinsam mit vielen anderen aktiv.

Schwerpunkt
Zwischen 406.740 und 356.410 Kilometer entfernt
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Wichtige Stationen der bisherigen Raumfahrtgeschichte Keine Grundstücke auf dem Mond Der Mond als "Sprungbrett" zum Mars Der Mond hat keine Macht über uns Ohne den Mond hätte das Leben es sehr schwer gehabt Sonne, Erde und Mond im Schwerkraftspiel der Gezeiten An der Mondlandung von 1969 scheiden sich die Geister