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Auf 35 Hektar leben zwanzig Tiere, vor allem Heck-Rinder
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Noch leben die Tiere dicht gedrängt
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Wo man heute Erfurt findet, war einst der Lebensraum der Auerochsen. Hier breitete sich eine von Gewässern durchzogene artenreiche Sumpflandschaft aus, bevölkert von großen Grasfressern wie wilden Rindern, Pferden und Wisenten. Doch dann verdrängten die Menschen die Tiere. Sie begradigten Flüsse, legten Feuchtgebiete trocken und wandelten Auen zu Äckern und Siedlungen um. Nur wenige Kilometer von Erfurt entfernt liegt die Nesse-Au, eines von zwei Zentren für die Weiterzüchtung der Auerochsen. Auf 35 Hektar leben zwanzig Tiere, hauptsächlich Heck-Rinder. Der Deckbulle ist eine Mischung von Heckrind und Chianina, einer Rinderrasse aus der Toskana. Die Tiere sind extrem robust. Sie bleiben das ganze Jahr auf der Weide. Nur im Winter wird ein wenig Heu zugefüttert. Die Rinder brauchen keinen Tierarzt. Ganz ohne Hilfe bringen sie ihre Kälber auf die Welt.
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Auen sind artenreiche Lebensräume in Mitteleuropa
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Bedrohte Tiere kehren zurück
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Bedrohte Tiere und Pflanzen kommen zurück. Die Natur erholt sich. Nach dem Vorbild der Nesseaue könnte man neues Leben in brachliegende Landwirtschafts-Flächen oder ehemalige Truppenübungsplätze bringen, findet auch der Landschaftsplaner Bernhard Schmidtmann: "Die Auen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas überhaupt. Und unser Ziel ist es, im Gebiet der Stadt Erfurt eine kleine Bachaue wieder zu renaturieren und die Artenvielfalt hier zu erhöhen. Wir haben praktisch rundum intensive Landwirtschaft und diese Aue dient als Regenerationspool für Pflanzen und Tiere."
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