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Kinder verarbeiten ihre Erfahrungen oft, indem sie Bilder malen, weiß Elise Bittenbinder vom Berliner Verein Xenion. Die Psychotherapeutin betreut Kinder und Jugendliche, die unter Kriegstraumata leiden. Ein Mädchen, das unter ethnischen Konflikten in Georgien litt, habe dargestellt, was sie am liebsten mit ihren Peinigern machen würde. "Sie hat gemalt, wie sie alle auf eine einsame Insel verbannen oder in einen Käfig stecken würde, so dass sie nie mehr jemandem etwas antun können." So habe das Mädchen versucht, ihre traumatischen Erlebnisse mitzuteilen und ein Stück weit zu verarbeiten. "Wir nennen das Integrieren, dass sie zumindest annehmen konnte: Das ist passiert."
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Traumata bei Kindern - Zusammenhang von Körper und Seele
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Kinder versuchen, ihre Erlebnisse zu verabeiten
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Die Psychotraumatologie beschreibt Diagnostik und Therapie von Menschen, die unter den psychischen Nachwirkungen von schockhaften Erlebnissen leiden, etwa nach schweren Unfällen. Solche posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) äußern sich in unspezifischen körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und Übernervosität, oft aber auch in schweren Angstzuständen, Depressionen oder nur in dem beständigen Erinnern an das Ereignis. US-amerikanische Studien haben ergeben, dass acht bis neun Prozent der Bevölkerung solche Symptome aufweisen, nach Vergewaltigungen leiden 80 Prozent der betroffenen Frauen noch lange unter posttraumatischen Belastungsstörungen.
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Traumata behandeln mit der Gabe von Cortisol
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Ein Trauma bringt den Mangel an Cortisol mit sich
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Es deutet alles darauf hin, dass Cortisol chronisch Erkrankten helfen könnte, die bereits seit Jahren an Alpträumen und Panikattacken leiden. In einer klinischen Vorstudie zeigte Dominique de Quervain von der Universität Zürich, dass Cortisol die traumatischen Erinnerungen von Betroffenen um durchschnittlich 40 Prozent reduzierte. Eine große Untersuchung sei in Vorbereitung, sagte de Quervain im März 2007. Um den alltäglichen Stress bewältigen zu können, produziert der Körper Cortisol. "Wer nur sehr kurz auf der Intensivstation behandelt wird, bei dem ist auch das Risiko, an einer PTBS zu erkranken, niedrig", sagt Gustav Schelling von der Klinik für Anästhesiologie der Uni München.
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Vergewaltigungen folgen meist psychische Langzeitfolgen
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Unter Vergewaltigung leiden Frauen oft Jahrzehnte
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Welche psychischen Langzeitfolgen Frauen ertragen, die im Krieg vergewaltigt wurden, hat Dr. Regina Steil untersucht. Die Psychologin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena befragte 1999 für ihre empirische Studie 32 Frauen, die in Deutschland gegen Ende des Zweiten Weltkrieges vergewaltigt wurden und inzwischen 65 Jahre und älter sind. 60 Prozent der Befragten leiden bis heute unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Bei vielen von ihnen überschattete das sexuelle Gewalterlebnis über Jahrzehnte hinweg das Ehe- und Familienleben. Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen verschwieg das Tabu-Thema ihren Ehemännern und Kindern aus Scham und aus Angst vor unverständigen oder verletzenden Reaktionen. Steils Forschungsergebnisse, die in dieser Form erstmals für Deutschland vorliegen, sind weitgehend auf andere Kriegssituationen, etwa in Ex-Jugoslawien, übertragbar.
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Mit Vergewaltigung im Krieg wird anders umgegangen
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Im Krieg erlebte Qualen werden oft anders aufgenommen
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Deshalb leiden auch Frauen, die die Vergewaltigung durch Soldaten erduldeten, ohne sich zu verteidigen, heute weniger an posttraumatischen Belastungsstörungen. Bei Vergewaltigungsopfern in Zivilzeiten verhält es sich genau umgekehrt: Wer sich zur Wehr setzt, hat später weniger Schuldkomplexe. "Kriegszeiten sind nun einmal Ausnahmesituationen", erläutert Regina Steil, "deshalb gelingt es manchen Opfern leichter, die Angst vor erneuter Vergewaltigung abzubauen; sobald wieder Frieden eingekehrt ist, fühlen sie sich sicherer." Auch hat die Psychologin erfahren, dass viele Eltern ihre Töchter auf mögliche Vergewaltigungen vorbereitet haben, als im Zweiten Weltkrieg die Front näherrückte. Steil: "So zynisch es klingt: Diese jungen Frauen und Mädchen haben später leichter damit fertig werden können."
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 Zum Thema sprechen wir mit dem Diplom-Psychologen Robert Bering, Leiter des Trauma-Akutzentrums am Alexianer-Krankenhaus in Krefeld |  |
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