| Meilensteine der deutschen Raumfahrtgeschichte | |
| Mai 2009 | Die Europäische Raumfahrtorganisation Esa startet zwei ihrer bis dahin aufwendigsten Missionen zur Erforschung des Universums. Eine Ariane-5-Rakete bringt die Weltraumteleskope "Herschel" und "Planck" ins All. Etliche deutsche Forscher und Unternehmen sind an dem Projekt beteiligt, darunter das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München und Astrium Deutschland. |
| Dezember 2008 | Europa bringt die dritte Generation der Wettersatelliten Meteosat auf den Weg. Von 2015 bis 2035 sollen insgesamt acht Satelliten Wettervorhersagen verbessern, Unwetter früher erkennen und detaillierte Angaben zu Klimaveränderung und Umwelteinflüssen liefern. Die Europäische Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten Eumetsat hat ihren Sitz in Darmstadt. |
| September 2008 | Nach sieben Monaten im All verglüht der europäische Weltraumfrachter "Jules Verne" wie geplant mit 2,5 Tonnen Müll an Bord beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Der von EADS in Bremen gebaute Frachter war Anfang März von Kourou aus mit einer Ariane-5-Rakete in den Weltraum gestartet. Als erstes europäisches Raumfahrzeug hatte es vollautomatisch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. |
| Juni 2008 | An Bord einer Delta-II-Rakete hebt das Weltraumteleskop "GLAST" vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) ab. Das Hightech-Fernrohr soll gewaltige Explosionen im Weltraum erforschen. An dem 450-Millionen-Euro-Projekt beteiligt ist das Max-Planck- Institut in Garching. |
| Mai 2008 | Nach einer 680 Millionen Kilometer langen Reise landet die US-Raumsonde "Phoenix" auf dem Mars. Mit einer Spezialkamera des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung an Bord suchte die Sonde auf unserem Nachbarplaneten nach Wasser und Spuren von Leben. |
| Februar 2008 | Mit dem in Bremen gebauten Raumfahrtlabor "Columbus" und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord startet die US-Weltraumfähre "Atlantis" zur Internationalen Raumstation ISS. Das Labor für Experimente zur Erforschung der Schwerelosigkeit wurde maßgeblich bei EADS Space Transportation entwickelt und kostete 880 Millionen Euro. |
| Juni 2007 | Vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur wird der deutsche Satellit "TerraSAR-X" zur Erdbeobachtung auf seine Umlaufbahn gebracht. "TerraSAR-X" soll extrem scharfe Radarbilder der gesamten Erde liefern, die der Wissenschaft, dem Katastrophenschutz sowie kommerziellen Zwecken dienen. Das Projekt kostet 185 Millionen Euro. |
| Juli 2006 | Mit der US-Raumfähre "Discovery" startet als erster deutscher Astronaut Thomas Reiter zur ISS. Reiter bleibt als erster Astronaut der ESA zu einem Langzeitbesuch 171 Tage im All. |