 |
 |
|
In eukaryontischen Zellen finden sich Organelle wie Mitochondrien und bei grünen Pflanzen Plastiden, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie besitzen eigene DNA außerhalb des Zellkerns, die sich auch selbstständig teilt. Dabei ähnelt die DNA molekular nicht der der Eukaryonten, sondern eher der von Eu- und Archäbakterien. Für die US-Biologin Lynn Margulis und ihre Vorgänger ein klarer Hinweis, dass ein Ur-Eurkaryont einst selbstständige Bakterien aufgenommen hat und - statt sie zu verdauen - mit ihnen eine Symbiose eingegangen ist.
|
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
|
Erweitert man die Endosymbiontentheorie, wird sie umstritten
|
 |
|  |
|
Noch heute finden sich zahlreiche Übergänge
|
|  |
Die US-Biologin Lynn Margulis musste lange für ihre ursprüngliche Endosymbiontentheorie kämpfen - vor ihr hatten allerdings Andreas Schimper und Konstantin Sergejewitsch Mereschkowski ähnliches vorgeschlagen. Mittlerweile findet sich die Theorie in jedem Biologie-Schulbuch. Wesentlich umstrittener ist Margulis' "erweiterte Endosymbionentheorie", bei der sie und Martin davon ausgehen, dass es noch viel mehr Verschmelzungen gegeben hat. Sie vermutet, dass auch die Flagellen - wimpernartige Fortbewegungsorganelle der Zellen - einst selbstständige zellkernlose Bakterien gewesen sind. Diese Symbiose hätte aber evolutionär so früh stattgefunden, dass den Flagellen keine eigene DNA mehr geblieben ist, sondern nur noch das Proteingerüst an der "Wurzel" von einer eigenständigen Vergangenheit sprechen könnte.
|
 |
|
 |
|  |




|