Alle Gesten unterliegen einer universellen Grammatik
Probanden schildern Geschehnisse unabhängig von der Muttersprache ähnlich
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Wenn Menschen sich per Zeichensprache verständigen, greifen sie auf eine universelle Grammatik zurück. Diese Ordnung liegt der menschlichen Sprache grundsätzlich zugrunde, wie eine US-amerikanische Untersuchung zeigt. Wenn Menschen sich mündlich miteinander verständigen, so übernehmen sie die Struktur, die von ihrer jeweiligen Sprache vorgegeben ist. Von dieser Sprache hängt dann ab, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Komponenten eines Satzes vorgetragen werden.
Das hat Sprachwissenschaftlerin Prof. Cornelia Müller von der Europauniversität Frankfurt gezeigt. Die Jenaer Neurolgin Prof. Hedda Lausberg hat gezeigt, dass Gesten wie gesprochene Sprache die linke Gehirnhälfte aktivieren.
Ein Team um Susan Goldin-Meadow von der Universität Chicago ließ 40 Menschen bestimmte Handlungen in Zeichensprache beschreiben. Unabhängig davon, ob die Muttersprache der Menschen Englisch, Spanisch, Türkisch oder Chinesisch war, beschrieben die Probanden mit ihren Händen das Gesehene stets in der gleichen Reihenfolge.
Sahen sie etwa, dass eine Frau einen Knopf dreht, so zeigten alle Probanden zunächst die handelnde Person, dann das Objekt und schließlich die Handlung selbst, also Frau-Knopf-Drehen. Die Forscher vermuten, dass die verschiedenen Sprachen zunächst ebenfalls auf dieser Reihenfolge basierten, sich dann aber durch verschiedene Einflüsse unterschiedlich weiterentwickelten.

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Goldin-Meadow S et al (2008) The natural order of events: How speakers of different languages represent events nonverbally. Proc Nat Acad Sci U S A 105: 9163 - 9168

Am Anfang war die Geste
Gesten verraten jedes Pokerface

19.03.2009 / mp mit Material von ap
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